Magdeburg l Auch wenn die Landesregierung mit dem Sachsen-Anhalt-Plan am 26. Mai 2020 weitere Lockerungen beschlossen hat, bleiben größere Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen weiterhin nicht erlaubt. Voraussichtlich erst nach dem 31. August 2020 könnte dies wieder möglich sein.

Das macht ursprüngliche Pläne, die diesjährigen Jugendfeiern in Magdeburg noch vor den Sommerferien stattfinden zu lassen, zunichte. Alle für den Juni 2020 geplanten Jugendfeiern wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Der Jugendfeier Magdeburg e. V. als Organisator der Jugendfeiern in der Landeshauptstadt orientiert nun auf eine Verschiebung ins nächste Jahr hinein. „Wir halten dies für sicherer“, sagt Hans-Jörg Beyerling vom Jugendfeier Magdeburg e. V.

Geplant sei, die Nachhol-Feierstunden für den 2020er-Jahrgang im Frühjahr 2021 stattfinden zu lassen. Zu der Zeit stünden ohnehin die Jugendfeiern des 2021er-Jahrganges an. „Durch die spät beginnenden Ferien 2021 haben wir einen längeren Zeitraum, in dem wir die Feierstunden stattfinden lassen können“, erklärt Hans-Jörg Beyerling. Die Feierstunden des diesjährigen und des nächstjährigen Jahrganges würden aber natürlich getrennt voneinander stattfinden. Die Verschiebung ins nächste Jahr habe laut Beyerling auch den Vorteil, dass die Familien eine relativ große Planungssicherheit für die sich anschließenden Familienfeiern haben und das Risiko, dass die Termine erneut verschoben werden müssten, geringer sei.

Zwei bis drei Feierstunden in 2020 geplant

Allerdings hat der Jugendfeier Magdeburg e. V. auch angeboten, noch in diesem Jahr Jugendfeierstunden zu organisieren – dann im Herbst. „Wenn Einigkeit besteht, dann gibt es auch die Möglichkeit, klassenweise im September/Oktober dieses Jahres Veranstaltungen zu organisieren“, so Hans-Jörg Beyerling. Dies sei allerdings mit dem Risiko behaftet, dass es erneut zu Terminverschiebungen wegen der Corona-Krise kommen könnte. Auf Wunsch einzelner Klassen soll es dennoch im September/Oktober dieses Jahres Jugendfeierstunden geben. Meldungen seien bereits eingegangen, so Hans-Jörg Beyerling. Nach bisherigem Stand werde es zwei bis drei Feierstunden im Herbst geben.

Ursprünglich waren in diesem Jahr ab Ende April an sieben Wochenenden Feierstunden geplant gewesen. Etwa 1100 Anmeldungen lagen dafür vor. Die Corona-Pandemie und das damit einhergehende Verbot von Veranstaltungen machte diese Pläne jedoch zunichte.

Vor dem gleichen Problem steht auch die Interessenvereinigung Jugendweihe. In sechs Feierstunden sollten im Mai und im Juni etwa 600 Jugendliche in Magdeburg in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden. Auch diese Termine sind alle auf noch unbestimmte Zeit verschoben worden. Auch die Interessenvereinigung bezieht sich dabei auf die Verordnung des Landes, dass keine Großveranstaltungen bis zum 31. August stattfinden dürfen. „Das heißt, dass alle Jugendweihen bis zum Ablauf der Verordnung nicht stattfinden können. Anschließend wird die Bundes- und Landesregierung die Lage neu bewerten und entsprechende Maßnahmen festlegen. Auch wir beobachten stetig die Lage und sobald es absehbar ist, durchführbare Ersatztermine für die Jugendweihen anzubieten, werden wir informieren“, heißt es auf der Internetseite des Jugendweihe-Landesverbandes. Kurzfristig werde man aber keine neuen Termine für Jugendweihen ansetzen.

Ohnehin alle Termine für Firmungen und Lebenswendefeiern bis zu den Sommerferien hatte das Bistum Magdeburg abgesagt. Mit der Entscheidung wollte man den Eltern Planungssicherheit geben. Und man wolle mit späteren Terminen ermöglichen, dass die Großeltern an dem besonderen Tag mit dabei sein können, so eine Bistumssprecherin.