Magdeburg l Hat Magdeburg die Ausbreitung des Coronavirus jetzt voll im Griff? Nur noch bei 42,51 liege aktuell der Inzidenzwert, teilte die Stadt am Dienstag auf ihrer Webseite mit. 14 neue Infektionsfälle seien hier zuletzt registriert worden. Die kritische Marke für den Inzidenzwert liegt bei 50.

Kostenlose Coronatests

Unterdessen können sich Bürger noch bis zum 26. Februar 2021 kostenlos im Stadtteilzentrum „Oase“ in der Pablo-Neruda- Straße 11 auf das Coronavirus testen lassen. Bei einem positiven Schnelltest erfolgt ein klassischer PCR-Test, um das Ergebnis zu bestätigen. Auch dieser wird direkt vor Ort in die Wege geleitet, teilte die Uniklinik mit.

Die Öffnungszeiten:

  • Montag, Dienstag, Donnerstag & Freitag: 8.30 bis 12.30 Uhr und 13 bis 16.30 Uhr
  • Mittwoch: 10.30 bis 14.30 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr
  • Freitag, 26. Februar: 8.30 bis 12.30 Uhr

Die Teilnahme an der Testung kann sowohl mit oder ohne vorherige Anmeldung erfolgen. In einer eigens für das Antigentestzentrum erstellten Webseite ist es möglich, sich vorher anzumelden und so längere Wartezeiten zu vermeiden.

Auch bei den Impfungen geht es weiter. Das Impfzentrum ist wie geplant geöffnet, teilte die Stadt mit. Wenn aufgrund des Wetters Menschen mit Impftermin den Weg zum Impfzentrum nicht bewältigen, wird zeitlich umdisponiert. Dazu setzen sich Mitarbeiter mit den einzelnen Bürgern in Verbindung. Als Ersatztermin werden die Impfwilligen mit Terminen am Mittwochvormittag (10. Februar) versorgt, heißt es.

Nachdem es Kritik zur Impfstrategie und der Reihenfolge in anderen Kommunen hagelte, erklärte die Stadt: "In Magdeburg sind weder der Oberbürgermeister, die Verwaltungsspitze (zum Beispiel Beigeordnete) noch Mitglieder des Stadtrates vorzeitig gegen das Coronavirus geimpft worden." Im Gegenteil. Oberbürgermeister Lutz Trümper erklärte: "Ich habe mehrfach davor gewarnt, von den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission abzuweichen."

Drei Impfungen verworfen

Simone Borris, Leiterin des Impfstabes, ergänzte: "Bis zum 14. Januar 2021 gab es vom Pharmaunternehmen BioNTech die klare Botschaft, dass der Impfstoff nach seiner Anrichtung nicht transportiert werden darf. Ab diesem Zeitpunkt sei er nur noch 6 Stunden verwendbar. Aus dem Grund wurde versucht, zunächst in den Altenpflegeheimen Impfwillige zu finden und dann das Personal der mobilen Teams mit zu impfen. Das ist legitim, da Rettungssanitäter, Personal der Krankenhaus-Notaufnahmen und Feuerwehrleute im Rettungsdienst ebenfalls zur höchsten Impfkategorie zählen." Weil diese Personen einmal nicht vorhanden gewesen seien, seien einmalig drei Impfungen verworfen.

Folgende Personen haben mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Trümper will am Mittwoch ab 13 Uhr über die aktuelle Corona- und Impflage in Magdeburg informieren. Die Presskonferenz mit Simone Borris und Amtsarzt Dr. Eike Hennig soll wieder live im Video übertragen werden.