Magdeburg l „Da geht die Sonne auf. Endlich wieder drehen mit Claudia Michelsen, endlich wieder Magdeburg.“ Das meldete Matthias Matschke auf seiner Facebook-Seite. Der 110-Kommissar freut sich auf die Arbeit in der Elbestadt. Seit Anfang dieser Woche ist das Polizeiruf-110-Filmteam wieder in Magdeburg unterwegs. Unter anderem wurde in der Zollstraße in und an einer Villa gedreht. Praktisch für die Filmleute: Wegen der Bauarbeiten ist die Straße für den Verkehr gesperrt, man kann folglich ungestört arbeiten.

Etwa einen Monat lang soll gedreht werden, am 14. September will man alle Aufnahmen im „Kasten“ haben. Dabei wird das Filmteam wieder an zahlreichen Orten in Magdeburg unterwegs sein. Wo Kommissarin Doreen Brasch und ihr Kollege Dirk Köhler im Einsatz sind, bleibt das Geheimnis der Filmleute. Der Grund ist klar: Man möchte möglichst in Ruhe arbeiten können, bittet der MDR alle Polizeiruf-Fans um Verständnis.

Aber Filmproduzentin Iris Kiefer ließ im MDR dann noch schon etwas „blitzen“: Gedreht wird auch in Magdeburgs Wahrzeichen, dem Dom. Und das aus gutem Grund, denn Kommissar Dirk Köhler (Matthias Matschke) ist mit einer Pfarrerin verheiratet, und die ist am Dom tätig. Man wollte so noch einen weiteren starken Bezug des Polizeirufs zu Magdeburg herstellen, sagte die Produzentin und freute sich, dass sie die Drehgenehmigung für den Dom bekommen hat.

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Zu sehen ist der neue Magdeburger Polizeiruf dann laut MDR 2018. Hier schon mal ein Vorgeschmack, was die Zuschauer erwartet: René Ottmann, ein erfolgreicher Bauunternehmer, hat einen nächtlichen Brandanschlag auf seine Villa nur knapp überlebt. In Magdeburg hat er jede Menge Feinde, allen voran sein ehemaliger Freund und späterer Konkurrent Hans Wettiger, dessen Baufirma er vor kurzem übernommen hat. Wollte Wettiger sich möglicherweise an Ottmann rächen?

Auch Uwe Schneider, ein früherer Mitarbeiter Wettigers - nach Firmenübernahme Ottmanns - ,hätte ein Motiv, denn er ist bei einem Streit bereits einmal mit einem Messer auf Ottmann losgegangen. Als die Kommissare Schneider zu Hause aufsuchen, entwendet er Köhlers Dienstwaffe und flieht. Während Köhler den flüchtigen Schneider sucht, heftet sich Brasch an die Fersen Ottmanns. Sie ist sich sicher, dass der Bauunternehmer ihnen Wesentliches verschweigt. Unerwartet stellt sich Uwe Schneider und gesteht, den Anschlag als Racheakt für seine Entlassung begangen zu haben. Aber Brasch und Köhler zweifeln an seiner Aussage. Und tatsächlich stößt Brasch bald auf eine merkwürdige Verbindung zwischen Ottmann, dessen Schwägerin und deren Mann. Doch keiner der drei ist bereit zu reden. Mit Hilfe des Polizeipsychologen Niklas Wilke kommen die Kommissare dem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die drei zusammengeschweißt hat.