Magdeburg l Die Bühnen stehen, die Ottersleber Schlope (die Bratwurstspezialität des Heimatvereins) liegt bereit und die Künstler warten auf ihren Auftritt. Alles wie seit 32 Jahren, könnte man meinen. Doch etwas ist neu und unvermeidlich: Erstmals sind beim ältesten Stadtteilfest der Landeshauptstadt Einlassschleusen eingerichtet worden. „Es soll niemand ausgeschlossen werden. Es geht vielmehr darum, dass verbotene Gegenstände nicht mit auf das Festgelände genommen werden“, klärt Hans-Jürgen Anders vom Bürgerverein „Bürger für Ottersleben“ (BfO) auf.

Mit dem Heimatverein Ottersleben (HVO) und weiteren Institutionen aus dem Stadtteil stellen die Mitglieder das Fest, das alljährlich am ersten September-Wochenende Tausende zum Eichplatz und zur Straße Frankefelde lockt, auf die Beine und sind eben auch für die Sicherheit der Besucher sowie deren korrektes Verhalten verantwortlich. Generell haben sich die Auflagen der Stadt für Veranstaltungen wie jene in Ottersleben erhöht. Dazu kommt noch, „dass es in den Vorjahren unschöne Situationen gab, die unterbunden werden sollen“, so Anders.

Unbefugte auf dem Dach

Damit sind nicht nur handfeste Auseinandersetzungen in den späten Abendstunden gemeint. Denn es kam beispielsweise auch zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen, „die sich ihre Getränke selbst mitgebracht haben“. Dies soll mit den Kontrollen unterbunden werden. Außerdem ist im Vorfeld des Festes im Baustellenbereich der Ernst-Wille-Sekundarschule festgestellt worden, dass Unbefugte auf das Dach geklettert waren und dort für Schäden sorgten. „Jeder Besucher ist beim Fest willkommen, wenn er sich an die Regeln hält“, so Anders.

Um die Auflagen der Stadt, die u. a. die Position der Einlasskontrollen und die Anzahl der eingesetzten Kräfte eines professionellen Sicherheitsdienstes (allein 14 sind im Bereich des Knochenparks aktiv) sowie den Einsatz eines Streifendienstes vorgeben, zu erfüllen, müssen die Organisatoren tief in die Tasche greifen und jeweils eine vierstellige Summe investieren. Außerdem komme man Hinweisen von Anwohnern nach, die sich in den Vorjahren etwa im Bereich des Knochenparks über „Wildpinkler“ beschwerten, so Anders: „Aus diesem Grund haben wir das Festgelände extra abgegrenzt.“

Auch in diesem Jahr ist der Eintritt zum Fest frei.