Magdeburg l Im Jahr 2015 hatte die Stadt beschlossen, 3,2 Millionen Euro in den Elbauenpark fließen zu lassen. Diese Zahl ist seit der September­sitzung des Stadtrats Geschichte. Jetzt ist von zehn bis zwölf Millionen die Rede. Im Stadtrat wurde beschlossen, 600.000 Euro für die entsprechenden Planungen leihweise zur Verfügung zu stellen.

Höhere Preise und mehr Aufgaben

Die Gründe für den Sinneswandel: Zum einen haben sich aufgrund der hohen Nachfrage in der Baubranche seit den ersten Überlegungen die Preise deutlich erhöht. Zudem seien jetzt, nachdem die Planungen etwas weiter in die Tiefe gegangen sind, konkrete Zahlen abseits einer sehr groben Schätzung erst möglich. Zum anderen soll die Modernisierung jetzt sehr viel weiter greifen, als ursprünglich geplant. Denn zuerst war nicht geplant, sich in nennenswertem Maße mit der Ausstellung zu befassen.

Doch inzwischen ist offenbar die Erkenntnis gereift, dass die Konzeption der Ausstellung aus den 1990er Jahren stammt und daher ebenfalls aufgefrischt werden könnte. Immerhin konkurrieren naturwissenschaftliche Expositionen, die ein breites Publikum ansprechen sollen, inzwischen mit ausgeklügelten Konzepten wie dem vom Phaeno in Wolfsburg.

Turm noch nicht barrierefrei

Gerade beim Jahrtausendturm lohnt es sich auch, über Fragen der Barrierefreiheit nachzudenken. Bis heute weist so der Elbauenpark auf seiner Internetseite darauf hin, dass nur die untere Etage des Jahrtausendturms barrierefrei sei.

Um das Vorhaben von mindestens zehn Millionen Euro umsetzen zu können, hofft die Stadt auf Fördermittel. Die entsprechenden Anträge werden durch die Stadt gestellt.

Prozess der Veränderungen

Unabhängig von neuerlichen Investitionen in den Elbauenpark wurde bereits in den vergangenen Jahren an seiner Attraktivität und Wirtschaftlichkeit gearbeitet. So gibt es inzwischen einen Kletterpark und seit dieser Saison eine Seilrutsche, die vom Jahrtausendturm aus genutzt werden kann. Um die Gastronomie im Park zu fördern, war eine Marketingoffensive ins Leben gerufen worden.

Und zum Verdruss einiger Magdeburger war die Einschienenbahn abgebaut und durch sehr viel günstiger zu betreibende Busse ersetzt worden, die – da sie nicht auf die Stationen angewiesen sind – ungleich flexibler im Park eingesetzt werden können und jetzt auch Stellen erreichen, zu denen die Einschienenbahnen nie gelangt sind. Zudem wurde das Angebot der Tickets überarbeitet, so dass jetzt eine Unterscheidung zwischen Eintrittskarten für das Außengelände und für Außengelände samt Innenbereichen zum Beispiel im Jahrtausendturm unterschieden wird.