Verkehrsentwicklung

Erste Ideen für Umgestaltung der Magdeburger Friesenstraße

Die Friesenstraße in Magdeburg-Stadtfeld soll umgestaltet werden. Aktuell steht der Autoverkehr noch im Fokus. Anfang 2022 werden Varianten öffentlich vorgestellt.

Von Stefan Harter
Die Friesenstraße in Magdeburg-Stadtfeld soll umgestaltet werden.
Die Friesenstraße in Magdeburg-Stadtfeld soll umgestaltet werden. Foto: Stefan Harter

Magdeburg - Aktuell zeigt sich die Friesenstraße zwischen Olvenstedter Straße und Albert-Vater-Straße als zweispurige Einbahnstraße. Viel zu breit für den Autoverkehr, der dort hindurchfährt. Deshalb hatte der Magdeburger Stadtrat bereits 2019 beschlossen, dass dieser Bereich umgestaltet werden soll. Dabei soll auch der Rad- und Fußgängerverkehr verstärkt berücksichtigt werden. Ferner wurden barrierefreie Bushaltestellen und eine Baumallee festgelegt.

Nun hat Magdeburgs Baubeigeordneter Jörg Rehbaum eine aktuelle Wasserstandsmeldung zur Umsetzung des Vorhabens gegeben. Demnach sei vor gut einem Jahr eine Vorplanung in Auftrag gegeben worden. In diesem Rahmen wurden drei mögliche Varianten erarbeitet, wie die Friesenstraße künftig aussehen soll. Vorgaben waren dabei unter anderem allen Verkehrsarten gerecht zu werden sowie die gesteckten Klimaschutzziele zu beachten.

Schwieriger Anschluss an die Albert-Vater-Straße

Eine Schwierigkeit sei dabei die jeweilige Einbindung der Kreuzungen im Norden und Süden gewesen, erläutert Rehbaum. Speziell für die Einmündung an der Albert-Vater-Straße sei es bislang nicht möglich gewesen, eine vernünftige Lösung zu finden. Die Anschlussstellen sollten bei der Umgestaltung aber unbedingt bedacht werden, sagt er. Deshalb werde derzeit nach anderen Lösungen gesucht, bei der auch eine Anbindung des Draisweges für Radfahrer eine Rolle spielen soll.

Die Einbahnstraßenführung soll in allen Varianten beibehalten werden. Offen ist noch, wie der Radverkehr in Richtung Süden geführt werden kann. Denkbar sei ein separater Radweg, der durch einen Parkstreifen mit Bäumen von der eigentlichen Fahrbahn getrennt wird. Oder die Radspur wird direkt an der Fahrbahn entlanggeführt.

Baubeginn für Umgestaltung ist offen

Die drei Varianten sollen in den kommenden Monaten nachgebessert werden. Auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 soll dabei geprüft werden. Voraussichtlich Anfang 2022 sollen diese dann im Rahmen einer Bürgerbeteiligung öffentlich vorgestellt werden, beispielsweise auf der städtischen Internetseite, so Rehbaum. „So können bereits im Planungsprozess Meinungen, Anregungen und Vorschläge der Bürger gesammelt und berücksichtigt werden“, erklärt er.

Anschließend wird eine Vorzugsvariante erarbeitet und dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt. Ist das alles erledigt, sollen entsprechende Fördermittel für die bauliche Umsetzung beantragt werden, kündigt der Baubeigeordnete an. Wann dann mit einem Baubeginn gerechnet werden kann, lässt er in seiner Information jedoch offen.