Magdeburg l Ein Feuer in einer Gartenanlage in Magdeburg-Rothensee beschäftigte am 26. Mai 2020 die Magdeburger Feuerwehr. Ein Zeuge hatte den Brand gegen 23 Uhr bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert. Der Feuerschein des mutmaßlichen Ödlandbrandes war dabei schon von weitem zu sehen.

Die Feuerwehr musste sich zunächst Zugang zum abseits gelegenen Brandherd direkt an der Bahnlinie im Stadtteil Rothensee verschaffen. Über die Parzelle einer benachbarten Gartensparte an der Buschfeldstraße gelangten sie schließlich zu dem offensichtlich leerstehenden und damit unbewohnten Gebäude, das beim Eintreffen der Kameraden der Feuerwehr bereits in Vollbrand stand.

Auch die umliegenden Bäume und Sträucher hatten auf einer Fläche von über 100 Quadratmeter bereits Feuer gefangen. Die Einsatzkräfte der Feuerwache Nord und der Freiwilligen Feuerwehr Rothensee konnten die Flammen jedoch löschen, bevor sich das Feuer weiter ausbreiten konnte. Rund drei Stunden dauerte der Einsatz.

Brandstiftung möglich

Am Mittwochvormittag waren dann die Brandursachenermittler der Polizei zur Spurensicherung vor Ort. Konkrete Ergebnisse lagen bis Mittwochnachmittag aber noch nicht vor. Aufgrund der Umstände kann eine Brandstiftung aber nicht ausgeschlossen werden, wie es von Seiten der Polizei heißt. Die Ermittlungen sind aufgenommen.

Eine Zeugin will gehört haben, wie am Tag zuvor Jugendliche in unmittelbarer Nähe des Gebäudes davon redeten, es anzuzünden. Die Anliegerin berichtete auch, dass das Gebäude seit längerem leer steht und das auf dem Grundstück immer wieder Unbekannte Unrat und Grünabfälle illegal ablagern sollen.

Die Rothenseer Feuerwehr musste am Vormittag noch einmal zum Brandort ausrücken, weil an einigen Stellen trotz Schaumeinsatzes noch einzelne Glutnester wieder aufgeflammt waren.