Seniorenzentrum

Fragezeichen nach Impfaktion im Harz

Bei einer Impfaktion in einem Seniorenzentrum wurde Impfstoff wurde an Personen vergeben, die nicht zur ersten Prioritätsgruppe gehören.

Comirnaty BioNTech/Pfizer Impfstoff wird aufgezogen, dunkler Hintergrund. *** Comirnaty BioNTech Pfizer vaccine is raised, dark background Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/KJPetersx www.imago-images.de

Wernigerode l War es ein Fehler? Womöglich gar einer mit rechtlichem Aspekt? Fragen, die sich Jürn Dutschko dieser Tage stellt. Nicht nur einmal. Der Chef des Betreuungs- und Pflegezentrums „Altstadtresidenz“ in Wernigerode sieht sich im Zusammenhang mit Corona-Impfungen mit öffentlicher Kritik konfrontiert und ist zumindest für sich zu einem Resultat gekommen: „Es war wohl ein bisschen naiv von mir.“
Was war naiv? Im Rahmen der heiminternen Corona-Schutzimpfung auch zwei Personen, die laut Prioritätseinstufung längst noch nicht an der Reihe gewesen wären, mit Covid-19-Impfstoff zu immunisieren, um nichts davon verwerfen zu müssen. So zumindest stellt es der Chef des vom Paritätischen Wohlfahrtsverband getragenen Hauses auf Anfrage gegenüber der Volksstimme dar. Dutschko ist in Erklärungszwang gekommen, nachdem entsprechende Vorwürfe auf Facebook gepostet worden waren.
Doch was ist genau geschehen am 3. Februar, dem Impftag im Wernigeröder Seniorenzentrum? Die Bewohner der Altstadtresidenz sowie das Pflegepersonal sollten nach Dutschkos Worten an diesem Tag die erste der beiden Corona-Schutzimpfungen verabreicht bekommen. „Im Vorfeld hatten wir den Bedarf entsprechend ausgelotet - sowohl bei unseren Bewohnern als auch beim Personal“, erklärt der Heimleiter. Beim Personal sei die Erfassung bereits vier Wochen zuvor angelaufen - rund 50 Prozent der Belegschaft habe sich pro Impfung entschieden.