Magdeburg l Als Franziska Briese, Thomas Opp und Stephan Bublitz im Januar 2019 bei der Gala zum „Magdeburger des Jahres 2018“ auf der Bühne standen, hatten sie noch den festen Plan, ihren „Statt.Feld.Strand“ im Sommer 2019 wieder zu eröffnen. Sogar neuer Sand war zwischenzeitlich schon auf dem im Vorjahr so beliebten Beachvolleyballfeld am Olvenstedter Platz angeliefert worden. Auch einen Eröffnungstermin hatte es für Anfang Mai bereits gegeben. Doch nun kam überraschend das Aus.

„Schweren Herzens haben wir uns dazu vor gut zwei Wochen entschieden“, sagt Stephan Bublitz vom Stadtfelder Bürgerverein auf Volksstimme-Nachfrage. Die Rahmenbedingungen stimmen einfach nicht mehr, begründet er die Entscheidung, die Zwischennutzung nicht wieder durchzuführen.

Brache wurde zum Treffpunkt

Die Brachfläche nordwestlich des Olvenstedter Platzes war im vergangenen Sommer ein begehrter Treffpunkt für die Stadtfelder. In Eigenregie spielten sie dort Volleyball, organisierten Turniere und trafen sich zu Picknick oder Firmenfeier. Die drei Ideengeber und Organisatoren mussten sich eigentlich nur um das Auf- und Zuschließen des Platzes kümmern, weil die Selbstverwaltung der Nutzer so gut funktioniert hatte.

Mittlerweile hat der Eigentümer des Grundstücks aber die Flächen im Hintergrund beräumt. Alte Garagen wurden abgerissen und Bäume gefällt. Er plant die Bebauung mit dem Wohnquartier „Q108“ mit mehreren Mehrfamilienhäusern. Aktuell befindet sich der Investor noch in finalen Abstimmungen mit der Stadtverwaltung zum Bebauungsplan, weil auch ein öffentlicher Spielplatz dort entstehen soll.

Zu großer Aufwand

„Es stehen zwar Zäune, aber es ist einfach nicht sicher. Auf dem Gelände gibt es große Kuhlen. Wir hätten sehr viel Fläche mit Rindenmulch füllen müssen“, sagt Stephan Bublitz. Das Risiko, dass etwas passieren könnte, wollten die drei nicht eingehen. Zudem wäre der Aufwand für das Trio alleine zu hoch gewesen. Räume im benachbarten Haus, die als Lager gebraucht worden waren, können nicht länger genutzt werden. Durch die mittlerweile gefällten Bäume ist das Grundstück auch nicht mehr so geschützt. „Das Flair ist einfach nicht mehr da“, sagt er.

Das bereits befestigte Volleyballnetz wird nun wieder abgeschraubt. Der angelieferte Sand soll voraussichtlich an Kitas abgegeben werden.

Ganz gestorben ist das Projekt Beachvolleyballplatz, mit dem sie Kandidaten bei der Volksstimme-Leserwahl „Magdeburger des Jahres“ waren, nicht. „Wir suchen nach einem neuen Standort“, sagt Stephan Bublitz. In diesem Jahr wird es aber definitiv keine Neuauflage mehr für den „Statt.Feld.Strand“ geben, erklärt er mit Bedauern.