Magdeburg l Das Heimspiel des 1. FC Magdeburg am Sonnabend gegen Chemnitz wirft seine Schatten voraus. Im Stadtgebiet wurden der Polizei bis Freitagmittag fünf ungenehmigte Banner an Fußgängerbrücken gemeldet, wie Polizeisprecherin Heidi Winter berichtete. 

Zuerst wurde ein Plakat gegen 3.50 Uhr am frühen Freitagmorgen gemeldet. Im Laufe des Tages kamen noch vier weitere hinzu. Die Polizei hat die Banner, die an Spieler und Anhänger der Fußballmannschaft gerichtet waren, entfernt und auf strafrechtlich relevante Inhalte überprüft. Die Entfernung der Transparente erfolgte laut Winter unter anderem zur Gefahrenabwehr. Die Banner hätten ganz oder teilweise auf die Straße fallen und Autofahrer behindern können, erklärte die Polizeisprecherin.

Verständnisvolle Stadtverwaltung

Weiterhin haben die Beamten überprüft, ob beim Anbringen der Banner die Brücken beschädigt wurden. Die Transparente werden, sofern sie nicht bei der Polizei abgeholt werden, demnächst vernichtet.  

Mehr Verständnis zeigte Michael Reif, Pressesprecher der Stadtverwaltung, für die Aktion. Reif hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Kenntnis davon, dass die Banner bereits von der Polizei abgenommen wurden. Er teilte mit, dass die Banner zwar ohne Genehmigung und Wissen des zuständigen Tiefbauamtes aufgehängt wurden. Sollten die Transparente am Montag noch an den Brücken hängen und von ihnen keine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer ausgehen, werden sie erst dann von Mitarbeitern des Tiefbauamtes entfernt. Die Stadtverwaltung wünschte dem FCM für Sonnabend einen Heimsieg, ließ aber durch Reif mitteilen, dass Verkehrssicherheit Vorrang habe.  

Der Magdeburger Jens Klein hatte das Transparent am Schleinufer morgens fotografiert und berichtete, dass das Banner am frühen Freitagnachmittag schon zerrissen war und vermutlich deshalb von der Polizei entfernt werden musste. 

Für das Spiel waren laut Vereinsführung bis Freitag etwa 15.500 Karten verkauft. Die Tageskassen sind am Sonnabend ab 12 Uhr geöffnet. Die Polizei rechnet mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen rund um die MDCC-Arena sowie im gesamten Innenstadtbereich. Die Anreise zum Stadion solle deshalb rechtzeitig beginnen und wenn möglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen.