Magdeburg l Ausstellungen, Diskussionsrunden, Gedenkkonzerte, Filmvorführungen und Lesungen: Die zweite Auflage der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ vom 16. bis 22. Januar 2020 bietet in Magdeburg mehr als 40 Veranstaltungen und ein breites Spektrum an Formaten. 90 Vereine, Verbände und Organisationen beteiligen sich, Oberbürgermeister Lutz Trümper ist Schirmherr.

Mit der Aktionswoche der Initiative Weltoffenes Magdeburg soll auch in diesem Jahr wieder ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung gesetzt werden, wie Birgit Bursee, eine der Sprecherinnen der Initiative am Donnerstag bei der Programmpräsentation sagte. Gerade angesichts drohender rechter Aufmärsche aus Anlass der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg am Abend des 16. Januar 1945 sei es besonders wichtig, sich für Vielfalt und Weltoffenheit einzusetzen.

Rechte melden Demo in Magdeburg an

Laut Stadtverwaltung und Polizei ist für die Abendstunden des 17. Januar eine rechte Demonstration angemeldet. Um dem ein Zeichen entgegenzusetzen, sollen an dem Tag durch die Initiative zahlreiche Aktionen an Gedenkorten und öffentlichen Plätzen stattfinden.

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Der Auftakt der Aktionswoche findet jedoch am Abend des 16. Januar auf dem Alten Markt statt. Um 18 Uhr sind Menschen aller Altersgruppen eingeladen, mit Unterstützung von zwölf Magdeburger Chören und Ensembles gemeinsam Friedenslieder zu singen. Drei Laternenumzüge, die an der Stadtbibliothek, am Hasselbachplatz und am Heumarkt starten, werden Groß und Klein zum Singen zum Alten Markt führen. Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Veranstalter etwa 2000 Menschen zur Auftaktveranstaltung gekommen.

Schulen präsentieren sich am Wochenende

Ein weiterer Höhepunkt der Aktionswoche ist für den 18. Januar geplant. In der Zeit von 11 bis 16 Uhr präsentiert sich das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auf dem Breiten Weg in der Nähe des Alten Marktes. Wie Cornelia Habisch vom Netzwerk sagte, gebe es eine sehr gute Beteiligung von Schulen aus Magdeburg und Umgebung.

Die Initiative Weltoffenes Magdeburg ist ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure, die sich für eine vielfältige, demokratische Stadtgesellschaft, Weltoffenheit und Toleranz engagieren. Bis zum Jahr 2018 wurde in Magdeburg mit der „Meile der Demokratie“ ein Gegenpol zu rechten Aufmärschen gesetzt. Als das Bündnis im Streit um die Teilnahme der AfD auseinanderbrach, übernahm die Initiative mit der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“.