Immobilien

Genossenschaft plant neuen Hauptsitz in der Magdeburger Innenstadt

Die MWG-Genossenschaft will das neue Hochhaus an der Julius-Bremer-Straße beziehen. Mehrere Einrichtungen werden dort zusammengelegt. Auf dem Dach ist ein Veranstaltungsraum geplant.

Von Stefan Harter
Thomas Fischbeck, Klaus Zimmermann, Frank Toepel und Andreas Hartung beim symbolischen Spatenstich für das neue MWG-Forum in der Magdeburger Innenstadt.
Thomas Fischbeck, Klaus Zimmermann, Frank Toepel und Andreas Hartung beim symbolischen Spatenstich für das neue MWG-Forum in der Magdeburger Innenstadt. Foto: Stefan Harter

Magdeburg - Als das „neue Herz der MWG“ bezeichnet Thomas Fischbeck, Vorstandssprecher der Magdeburger Wohnungsgenossenschaft, das Hochhaus, das an der Ecke Julius-Bremer-Straße/Breiter Weg entstehen wird. Auf einer Pressekonferenz stellte er am Mittwoch dazu nähere Informationen vor, nachdem die Volksstimme gestern bereits über die Pläne berichtet hatte.

Noch schlägt das Herz im Hauptsitz an der Letzlinger Straße. Weil man dort aber an die räumlichen Grenzen stieß und zudem eine Entwicklung des Umfelds nicht absehbar war, wie Fischbeck es formuliert, ging man auf die Suche nach einer Alternative. Beim vom Magdeburger Unternehmen Toepel Bau entwickelten Projekt wurde man fündig und nach einigen Verhandlungen auch einig. Für eine zweistellige Millionensumme kauft die Genossenschaft das 47 Meter hohe Hochhaus schlüsselfertig von Toepel.

Baustart Anfang 2022

Eine Fernwärmeleitung ist bereits verlegt worden, weitere Kabel werden bis September folgen. Bis Weihnachten soll die Baugenehmigung vorliegen, so dass nach der Frostperiode Anfang 2020 mit dem Bau begonnen werden kann, wie Geschäftsführer Frank Toepel erklärt.

So soll der Neubau in der Magdeburger Innenstadt aussehen.
So soll der Neubau in der Magdeburger Innenstadt aussehen.
Visualisierung: Sattler+Täger

Von den zwölf Vollgeschossen des neuen „MWG-Forums“ werden acht von den verschiedenen Einrichtungen der MWG wie Stiftung und Nachbarschaftsverein genutzt werden, vier weitere Etagen sollen an zwei Dienstleister vermietet werden. Die Verhandlungen dazu laufen derzeit noch.

Das 13. Staffelgeschoss wird als Veranstaltungsraum mit Dachterrasse für bis zu 200 Personen genutzt, vorrangig für die Mitglieder der Genossenschaft, so der Vorstandssprecher. Das Foyer soll ein Ort der Begegnung für alle werden.

Verhandlungen für alten Hauptsitz

Erhofft wird sich durch die Zentralisierung eine Kostensenkung, weil Mieten für mehrere Objekte wegfallen. Nur im Neubau in Reform sowie in dem geplanten Projekt am Neustädter See sollen die Wohnungsmärkte bestehen bleiben. Für den dann obsoleten Sitz an der Letzlinger Straße werden derzeit Verkaufsverhandlungen geführt, für eine Nutzung im Bildungsbereich, wie Thomas Fischbeck verrät.

Bürgermeister Klaus Zimmermann lobte das Projekt. „Die MWG greift an, um die Stadt zu bereichern. Es trägt wesentlich zur guten Entwicklung der Stadt bei. Das kann man nur unterstützen“, sagte er. Die Stadt hatte ein Teilgrundstück dafür verkauft.

Für die Genossenschaft ist es das dritte Hochhaus in kurzer Zeit in der Innenstadt. Bereits bezogen ist das Projekt im Domviertel, noch im Bau befindet sich der Luisenturm.