Streik

Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft IG Metall hat heute am Unterhorstweg gestreikt. Die Beteiligten fordern vier Prozent mehr Lohn und Zukunftstarifverträge.

Magdeburg l „Ab in die Tonne!“ gehöre das Angebot der Arbeitgeber an die IG Metall, das in der dritten Verhandlungsrunde zu neuen Tarifverträgen unterbreitet worden sei. Das jedenfalls forderten Mitarbeiter der beiden Unternehmen Weber Magdeburg GmbH und MTU Technologies, die am 3. März am Unterhorstweg in Magdeburg für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt haben.
Gewerkschafter Axel Weber, der an der dritten Verhandlungsrunde teilgenommen habe, informierte über das Angebot. Demnach hätten die Arbeitgeber für das laufende Jahr keine Verbesserungen an, 2022 soll es im ersten Halbjahr eine Einmalzahlung geben, im zweiten Halbjahr eine Entgelterhöhung. Konkrete Zahlen seien jedoch trotz mehrfacher Nachfrage nicht genannt worden. „Da grinst man uns an und schweigt“, sagt Weber, der sich über die Haltung der Arbeitgeber-Seite ärgert, die abgewandt und desinteressiert sei.
Die Gewerkschafter fordern vier Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten, außerdem Zukunftstarifverträge, in denen Leitplanken zur langfristigen Sicherung der Unternehmen und Arbeitsplätze vereinbart werden sollen. Diese sollten nicht allein die Unternehmer, sondern auch Gewarkschaften, Verbände und Arbeitnehmer mitgestalten. Die Forderung nach Zukunftstarifverträgen erfolge vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Mbilitäts- und Energiewende. Unter anderem fordern die Gewerkschaften, dass Betriebe nicht nur selbst ausbilden, sondern Auszubildende und Dualstudierende eine Übernahmegarantie erhalten - nicht nur wie aktuell für ein Jahr, sondern unbefristet. Auf diese Weise wolle die Gewerkschaft verhindern, dass in einigen Jahren wieder „das Gejammer um fehlende Fachkräfte laut wird“.