Fernsehen

Gute Nacht Magdeburg – in dieser TV-Show wird nicht mehr nur geredet

Der Journalistikstudent Tim Buchmann meint, es gibt zu viele Talk Shows, in denen nur geredet wird. Daher produziert er im Offenen Kanal nun eine eigene Late Night Show für Magdeburg

Von Karolin Aertel

Magdeburg - Es gibt viel zu viele Talk Shows. Im privaten und auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird zu viel geredet. Sogar in Magdeburgs Offenem Kanal sei das der Fall, findet Tim Buchmann. Tatsächlich wurde und wird im Offenen Kanal viel „getalkt“. In einer Sendung wird über Literatur gesprochen, in einer anderen über das Zusammenleben, die Xampanyeria hat ihr eigenes Talk-Format, der Stadtmarketingverein, und einen Musiker-Talk gab es ja auch schon mal. Außerdem „talkt“ Otto regelmäßig im Gesellschaftshaus, im Wohnzimmer und beim Kochen macht er es auch. Damit sind noch längst nicht alles Formate aufgezählt. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl dürfte die Liste gar noch länger werden.

Moderator hatte mit #Timunterwegs bereits eine eigene Sendung

Na dann ist es wohl an der Zeit, „Gute Nacht Magdeburg“ zu sagen, findet Tim Buchmann. Seit vier Jahren ist er in Magdeburgs Offenem Kanal aktiv, hatte mit #Timunterwegs bereits seine eigene Sendung, in der er witzige und unterhaltsame Straßenumfragen machte. Nach einem kurzen studentischen Zwischenstopp in Nordrhein-Westfalen ist der 21-Jährige seit vergangenem September für ein Journalismusstudium nach Magdeburg zurückgekehrt. Mitgebracht hat er nicht nur Enthusiasmus und Tatendrang, sondern auch das Konzept für eine Late Night Show und die Motivation, selbst als Moderator durchzustarten.

In Anlehnung an US-amerikanische Formate wie von Jimmy Fallon und Stephen Colbert, aber auch von Klaas Heufer-Umlaufs Show „Late Night Berlin“ inspiriert, eroberte er sich nun einen Sendeplatz für eine eigene Show.

Abwechslung soll die Late Night Show ausmachen

Mit „Gute Nacht Magdeburg“ startete Ende April die Ausstrahlung des „neuen“ Formates. Klar werde auch in dieser Show geredet, erklärt Tim Buchmann. „Ich habe einen Gast, mit dem ich ins Gespräch komme. In der ersten Folge war es der kenianische Rapper Tony Slay, der über seinen Erfolg in Kenia sprach und darüber, dass er hierzulande wieder bei null anfangen muss. In der nächsten Folge, die am 26. Mai um 22 Uhr ausgestrahlt wird, hat Tim Buchmann den Musiker Santos A. Boese aka Harlekeen zu Gast, in der darauffolgenden ist es ein Hypnotiseur aus Ostfriesland.

Der Aufbau einer Sendung sei annähernd immer gleich, erklärt Tim Buchmann. Er starte mit den Schlagzeilen des Monats, es gebe eine Umfrage oder einen Test, ein Spiel, einen Studiogast und final einen Auftritt des Gastes. Die Abwechslung sei es, die „Gute Nacht Magdeburg“ ausmacht.