Magdeburg l Im Magdeburger Dom soll es am 25. September, 20 Uhr, wieder ein Illuminationskonzert geben. Das berichtet Isabel Tönniges als Pressesprecherin der Magdeburger Dommusik. Wie im vergangenen Jahr gestalten Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal aus dem Fachbereich Interaction Design das Konzert. Bei großer Nachfrage wird das Konzert am 26. September noch einmal wiederholt. Sicher sei das aber noch nicht.

Domkantor Barry Jordan wird an dem Abend wieder selbst die große Schuke-Orgel spielen. Es erklingen Werke von Arvo Pärt (Annum per annum) und Jehan Alain (Trois Danses). Die beiden Titel lassen einen direkten Bezug zu 500 Jahren Dombau zu, berichtet Tönniges. Zwei weitere Titel sollen einen direkten Bezug zur Zerstörung der großen Orgel vor 75 Jahren herstellen, die aus den Federn von Michael Nyman und Philip Glass stammen. Weitere Stücke sollen noch ergänzt werden. Sie werden mit den Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal ausgewählt.

Die Illumination wird in Richtung des Altars und des Lettners erfolgen. Der Raum des Hohen Chores und der Bischofsgang sollen mit Licht speziell in Szene gesetzt werden.

Besucher als Teil der Installation

„Mal sollen die Lichter wie ein Flackern eines Gewitters wirken, mal ganz weiche Lichtstimmungen rund um die Figuren und Kapitelle zaubern“, beschreibt Isabel Tönniges das geplante Projekt. Auch der gesamte Raum des Kirchenschiffes soll Einfluss haben auf die Konzertstimmung und durch Lichtkonzepte eingebunden werden, so dass die Besucher auch Teil der Installation werden und mittendrin sitzen. Die Illuminationen konzentrieren sich in diesem Bereich auf die Säulen.

Zusätzlich zu den verwendeten Lichtern wird es auch wieder Projektionen geben in einer Formensprache, die wie schwebende Elemente im Raum sich verhalten.

Im Mai 2018 hatte es schon einmal Illuminationskonzerte im Dom gegeben, die von Studenten aus dem Bereich Interaction-Design gemeinsam mit Barry Jordan gestaltet wurden.

Einen kleinen Vorgeschmack dazu, was mit Hilfe von Licht alles möglich ist, konnten sich Interessenten kürzlich im Dom bei der Ausstellung „Rosenfenster und Ornamente, Zerstörung und Wiederaufbau, Licht und Schatten“ verschaffen.

Mit diesen und anderen Themen hatten sich 22 Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal zum 500. Jahrestag der Domvollendung auseinandergesetzt. Dabei entwickelten die Studenten aus den Studiengängen Industrial Design (BA) und Interaction Design (MA) eine Reihe von interaktiven Projektionen rund um den Magdeburger Dom. Besucher konnten mit Hilfe von Körper-Tracking aktiv auf die Projektionen einwirken und dadurch das Gotteshaus, seine Geschichte und Architektur auf zeitgemäße Art und Weise interaktiv entdecken.