Magdeburg l Parzellen zum Eigenheimbau sind in Magdeburg gefragt. Unter anderem soll im nördlichen Ottersleben die neue Siedlung „Frankefelde Ost“ entstehen. Es geht um ein Gelände nördlich der Gernröder Straße, die Ottersleben nach Nordosten mit Lemsdorf verbindet.

Auf den 92.000 Quadratmetern sollen auf Grundstücken von mindestens 600 Quadratmetern Einfamilienhäuser, auf Grundstücksgrößen von mindestens 350 Quadratmetern Doppelhaushälften entstehen können.

Anwohner befürchten zu viel Verkehr

Allerdings hatte es bereits im Vorfeld aus der Nachbarschaft Bedenken gegeben: Wenn eines Tages mehr als 150 Häuser auf einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche stehen, dann dürfte der Verkehr in Richtung Halberstädter Chaussee durch die Bebelstraße und weitere Straßen im benachbarten Viertel deutlich ansteigen. Eine Bürgerinitiative machte sich daher dafür stark, dass ein entsprechender Durchgangsverkehr unterbunden wird. Dieser Hinweis ist jetzt in die Pläne aufgenommen worden, für die der Stadtrat per Beschluss den Weg zur Auslegung am 24. Januar 2019 freigemacht hat.

Doch wenn der Verkehr nicht auf dem genannten Weg zur Hauptstraße fließt, dann auf einem anderen Weg. Und hier befürchtet die Fraktion CDU/FDP/BfM weitere Konflikte. Fraktionschef Wigbert Schwenke sagte: „Der Verkehr wird jetzt möglicherweise vor der Schule in Frankefelde vorbeifließen.“ Dies sei ebenfalls kritisch, so dass es im Zuge der Planungen eine weitere Bürgerversammlung geben müsse, so der Ottersleber Christdemokrat. Das sahen die anderen Stadträte ebenso und stimmten einem entsprechenden Antrag zu.

Landmaschinen saufen ab

Im Zuge der Diskussion hatte Oliver Müller, Chef der Fraktion Die Linke/Future auf ein anderes Problem in dem Bereich verwiesen. Aufgrund der Vernässung seien dort „immer wieder Landmaschinen abgesoffen“. Es müsse verhindert werden, dass hier Grundstücke verkauft werden, die gar nicht im gewünschten Maße genutzt werden können.

Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann zumindest machte schon einmal deutlich, dass sich die Stadtverwaltung bereits mit dem Thema befasst. Und tatsächlich ist in der umfangreichen Begründung zu dem geplanten Bauvorhaben nachzulesen, dass nach starken Regenfällen der Grundwasserspiegel an einigen Stellen nur noch einen halben Meter unter der Oberfläche steht, und dass an unebenen Stellen dann auch mit „stehendem Oberflächenwasser“ zu rechnen sei.