Magdeburg l Das Kitaportal der Stadt Magdeburg wurde zum Februar 2019 überarbeitet – und gleich zu Beginn gab es eine Datenpanne. Jugend­amtsleiterin Cornelia Arnold hatte während der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 20. Juni 2019 im Alten Rathaus über den Vorfall berichtet. Demnach war bei Kindern die Identifikationsnummer, mit der das System genutzt werden kann, mit Namen und Geburtsdatum verknüpft und auch für nicht dazu bevollmächtigte Personen einsehbar. Das Jugendamt war vom Vater eines Kindes auf das Problem hingewiesen worden.

Der Fehler in dem Portal ist inzwischen behoben, das Daten­leck gestopft. „Wir bedauern den Fehler sehr und werden dennoch die Familien, die von dem Problem betroffen sein könnten, informieren“, sagte die Chefin des Jugendamts. Sie gehe aber davon aus, dass trotz der theoretischen Möglichkeit, die Daten abzugreifen, keine Informationen abgeflossen seien.

Eine Neugestaltung des Kita-Portals war notwendig geworden, da es seit der Einrichtung des entsprechenden Angebots Ende März 2011 ständig Probleme gegeben hatte. Eltern hatten immer wieder gemeldet, dass sie eben nicht wie geplant über das Portal an einen Betreuungsplatz kamen.

Erschwerend kam hinzu, dass ab diesem Zeitraum die Zahl der Kinder in Magdeburg entgegen den alten Prognosen aus den 1990er Jahren wieder gestiegen war, dass aber noch längst keine neuen Kindertagesstätten in Bau oder Planung waren. Inzwischen hat sich in der Landeshauptstadt durch die Eröffnung neuer Einrichtungen in Neubauten oder in bestehenden Gebäuden die Situation spürbar entspannt. Auch 2019 sind weitere Kindertagsstätten in verschiedenen Stadtteilen neu eröffnet worden.

Das überarbeitete Magdeburger Kitaportal ist seit dem 25. Februar 2019 am Netz – und die Stadt Magdeburg feiert dessen Einrichtung als Erfolg. Sowohl Eltern als auch die Mitarbeiter bei den Trägern der Betreuungseinrichtungen hätten sich positiv geäußert.