Magdeburg l „Die Landeshauptstadt verändert sich. Sie wird lauter, bunter, offener, anstrengender und vielfältiger und die Menschen werden sich auf diese Veränderungen einstellen müssen.“ So weit das Fazit vorweg. Die Verwaltung geht nicht davon aus, dass sich Veränderungsprozesse aufhalten oder abwenden lassen. Allerdings will sie unter anderem mit „sozialer Arbeit die Prozesse besser zu lenken versuchen und für Verständigung sorgen“ – ein langwieriger und womöglich nie endender Prozess.

Personell aufrüsten

Aufrüsten will die Stadt zunächst personell. Gebraucht würden zwei bis drei Mitarbeiter („Team Integrationsgemeinwesenarbeit“), die neben sozialen Kompetenzen vor allem Sprachkenntnisse mitbringen müssten, um „Menschen aus der jeweiligen Community für die interkulturelle Arbeit zu gewinnen und zu qualifizieren“. Das sei ein erfolgversprechender Weg der Verständigung – im Gegensatz zur „Vertreibung“ einzelner Zuwanderergruppen, die den Sozialraum „als eigenes ,Wohnzimmer‘ ansehen, was für einen Teil der Magdeburger störend und beängstigend wirkt“. Einschränkung und Vertreibung erzeugten nur eine Verlagerung der Probleme.

Einbindung aller Akteure

Mit langem Atem Konflikte abbauen, will die Stadt u. a. durch umfassende Moderation, die Schaffung von Freizeitangeboten und Gelegenheiten zur Begegnung, Information und Aufklärung der Migranten über Nachbarschaftsregeln und natürlich die Einbindung aller Akteure vor Ort (Schulen, Vereine, Firmen etc.) in einen dauerhaften Arbeitsprozess in Sachen Verständigung.