Magdeburg l Kaum hat der Magdeburger Stadtrat am 1. November 2018 die Millioneninvestition in eine neue Weihnachts- und Winterbeleuchtung beschlossen, laufen die Planungen weiter. Wie Arno Frommhagen, Sprecher der IG Innenstadt, im Gespräch mit der Volksstimme berichtete, gab es bereits am Tag danach eine weitere Planungsrunde. Beteiligt sind beispielsweise die Weihnachtsmarkt GmbH, die Stadtverwaltung und Vertreter der IG Innenstadt. Es geht jetzt darum, die mit 1,6 Millionen Euro veranschlagte Investition für die LED-Technik auf den Weg zu bringen.

Arno Frommhagen freut sich, dass das jahrelange Werben für eine Erneuerung der weniger umfangreichen und inzwischen ein wenig in die Jahre gekommenen Leuchten jetzt Erfolg hatte. Er sagt: „Licht lockt Leute – und von einer attraktiveren Stadt können alle profitieren.“

Auch für Stadtteilzentren

Dabei geht es nicht allein um die Innenstadt, sondern auch um traditionsreiche Stadtteilzentren wie die Halberstädter Straße, die Lübecker Straße, die Olvenstedter Straße und die Schönebecker Straße. Zudem soll es kleinere Varianten auch für den Privatgebrauch zu kaufen geben.

Arno Frommhagen sagt: „Mit der Investition werden wir ab Weihnachten 2019 über eine einer Landeshauptstadt angemessene Beleuchtung verfügen.“

Neben großen Städten hätten auch kleinere Städte wie Haldensleben, Stendal und Wernigerode in den vergangenen Jahren bereits in entsprechende Technik investiert, berichtet der Sprecher die IG Innenstadt, in der unter anderem Gastronomen und Händler organisiert sind.

Einigkeit im Stadtrat

Dass es eine neue Beleuchtung für die Innenstadt und für einige Stadtteilzentren geben soll – darüber herrschte übrigens im Magdeburger Stadtrat große Einigkeit. Über den Namen für die Anschaffung musste dennoch abgestimmt werden: Ursprünglich war von einer Weihnachtsbeleuchtung die Rede. Aus dem Kommunalausschuss kam der Vorschlag, die technische Ausstattung für das optische Spektakel doch lieber Winterbeleuchtung zu nennen, damit man bei der Nutzung der Lichter ein wenig flexibler sei. Einen salomonischen Kompromissvorschlag brachte die Fraktion CDU/FDP/BfM ein. Dieser Vorschlag, die Anschaffung Weihnachts- und Winterbeleuchtung zu nennen, wurde vom Stadtrat auch beschlossen.

Und dieser Name trifft auch recht gut, was sich viele der Akteure rund um die Beleuchtung wünschen. Auf Nachfrage der Volksstimme sagte Arno Frommhagen: „Natürlich müssen wir das mit den anderen Akteuren noch besprechen. Aber unser Vorschlag ist, das Segment der Winterbeleuchtung in der Innenstadt wie in den Stadtteilzentren ab dem 11. November einzuschalten.“ An diesem Tag sind in den Magdeburger Stadtteilen Martinsumzüge unterwegs, so dass die optische Erleuchtung mit dem kirchlichen Fest zusammenfiele.

Nach dem Totensonntag würde zur Winterbeleuchtung der weihnachtliche Teil dazugeschaltet. In Betrieb bleiben soll der, so der Sprecher der IG Innenstadt, bis zum Feiertag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar eines jeden Jahres. Die Winterbeleuchtung könnte bis in den Februar leuchten.