Magdeburger Ensemble führt anspruchsvolle Werke auf

Kantatenchor setzt auf Bach und Verdi

Von Grit Warnat

Magdeburg l Alljährlich fordert sich der Magdeburger Kantatenchor unter Leitung von Tobias Börngen musikalisch heraus. Erst im November hatten die 100 Sängerinnen und Sänger das Deutsche Requiem (op.45) von Johannes Brahms in Magdeburg gestemmt, jetzt proben sie bereits für Giuseppe Verdis "Requiem". Der Auftritt ist zwar erst im November geplant, das Werk sei aber mit seiner dynamischen Spannbreite eine große Herausforderung, sagt Börngen.

Er schaut aber erst einmal in die nächsten Monate, vor allem auf die Aufführung der Johannespassion von Johann Sebastian Bach (1685-1750) am 23. März in der Pauluskirche. Damit wird der Magdeburger Kantatenchor in sein Jahresprogramm 2013 starten.

Für den Auftritt hat Chorleiter Tobias Börngen ein renommiertes Ensemble für Alte Musik gewinnen können: Die Cammermusik Potsdam wird die Sängerinnen und Sänger auf historischen Instrumenten begleiten.

Die Johannespassion ist ein anspruchsvolles Werk. Börngen spricht von "genialer, unglaublicher Musik", die die Zuhörer erwarte. Es sei ein Werk, das den Barockkomponisten Bach wohl am längsten begleitet habe. 1724 uraufgeführt, habe Bach bis kurz vor seinem Tod daran gearbeitet. Der Kantatenchor hat es seit den 1970er Jahren bereits mehrfach aufgeführt - auch schon unter Tobias Börngen. Er leitet seit zehn Jahren den Chor, vor zehn Jahren hat er auch die Paulus-Singschule gegründet, die im September das Jahrzehnt feiern wird.

Die Johannespassion, Verdis "Requiem" und Bachs "Magnificat" am 21. Dezember sind die Veranstaltungshöhepunkte 2013. Und eine Konzertfahrt wird es in diesem Jahr wieder geben. Vom 9. bis 12. Mai tritt der Chor a cappella in der Altmark auf. Havelberg, Kremkau, Arendsee und Tangerhütte stehen auf dem Plan. "Solche Konzertfahrten stärken die Chorgemeinschaft", sagt Börngen.