Magdeburg l Dass Stadtfeld in Magdeburg einer der Stadtteile ist, in denen am heißesten um Stellplätze gekämpft wird, ist hinlänglich bekannt. Besonders in den Abend- und Nachtstunden sind Gehwege oder Kreuzungsbereiche regelmäßig zugeparkt. Da macht es sich umso bemerkbarer, wenn auf einmal weitere Stellplätze in beachtlichen Größenordnungen wegfallen.

So geschehen bereits Mitte Februar 2019, als der unbefestigte Parkplatz an der Hermann-Gieseler-Halle abgesperrt wurde. Dort soll eine neue Grundschule für Stadtfeld gebaut werden. Ein Baubeginn ist aber noch lange nicht in Sicht, da u. a. bislang ungeklärt ist, wie sie bezahlt werden soll. Warum kann der Platz also bis zum Start der Arbeiten nicht weiter genutzt werden, um die Parksituation in der Nachbarschaft etwas zu entspannen?

Fläche nie offiziell freigegeben

Laut Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra war das Parken auf der Fläche niemals offiziell freigegeben. „Sie wurde bisher ‚auf eigene Gefahr‘ als Stellplatzfläche genutzt“, erklärt sie. Die Hauptzufahrt zu der Fläche von der Wilhelm-Kobelt-Straße aus führte bislang über eine Privatzufahrt der Anlieger. „Nach Aussage des Hausverwalters nehmen diese eine Duldung nicht mehr hin“, sagt sie weiter.

Vor allem durch die Nutzung durch Lkw sei der Platz zudem in einem „völlig desolaten“ Zustand und daher „überhaupt nicht öffentlich-rechtlich nutzbar“, weist die Stadtsprecherin hin. Weitere Schäden seien in Vorbereitung des Schulneubaus durch eine Baugrunduntersuchung dazugekommen. Auch die Nutzung „auf eigene Gefahr“ könne somit „nicht verantwortungsbewusst erteilt werden“.

Als Müllhalde missbraucht

Schließlich wurde der Bereich in der Vergangenheit oft als Sperrmüllhalde missbraucht, was nun ebenfalls unterbunden wird.