Magdeburg l Eigentlich wäre ja Kirschweg ein guter, weil naheliegender Name für den rosablühenden Holzweg in Magdeburg. Da dieser Name aber bekanntlich schon an eine Straße in Reform vergeben ist, hat sich die SPD-Fraktion im Stadtrat jetzt einen anderen Namen für die Doppelallee überlegt. In Anlehnung an die traditionelle Verehrung in Japan für die Kirschblüte soll dieser Abschnitt des Holzwegs künftig „Sakura-Allee“ genannt werden.

Dazu sollen an den Straßenschildern in Höhe der Allee Zusatzschilder mit entsprechender Beschriftung angebracht werden. Für deren Gestaltung sollte zudem ein kreativer Kunstwettbewerb durchgeführt werden, wie es im aktuellen Ratsantrag weiter heißt. Damit soll eine „qualitativ hochwertige Gestaltung“ erreicht werden. Zudem sollte in jedem Frühling zum Beginn der Kirschblüte die „Sakura-Allee“ offiziell „eröffnet“ werden.

„In den vergangenen Jahren hat sich der Abschnitt des Holzweges während der Kirschblüte zu einem wahren Magneten entwickelt“, heißt es zur Begründung seitens der Antragsteller. Nicht nur Magdeburger, sondern auch Touristen würden dort alljährlich hinströmen, um das Blütendach als attraktive Fotokulisse zu nutzen. Die Zweitbenennung wäre somit beispielsweise in Reiseführern von Vorteil.

Eine offizielle Straßenumbenennung wäre aus Sicht der SPD aber zu viel des Guten. Schließlich würde das mit Adressänderungen für die Anlieger einhergehen, was „eher schwierig“ wäre. Übrigens wurde eine Anliegerstraße südlich der Allee, die im Zuge eines neuen Eigenheimgebiets angelegt wurde, bereits „Zur Kirschblüte“ benannt.

Der SPD-Antrag steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am 14. Mai 2020.