Magdeburg l Die Zahl der erfassten Straftaten in Magdeburg ist 2019 um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das ist eine gute Nachricht aus der Kriminalstatistik für 2019, die das Polizeirevier Magdeburg am Freitag veröffentlichte. Wurden im Jahr 2018 noch 26.877 Fälle erfasst und abgeschlossen, waren es im vergangenen Jahr "nur" noch 24.584. Die Aufklärungsquote liegt bei 52,1 Prozent.

Schaut man sich die Zahlen in den einzelnen Bereichen an, ergibt sich ein etwas differenzierteres Bild. Zurückgegangen sind im Vergleich zum Jahr 2018 beispielsweise die Straßenkriminalität (-530; gesamt 5245 Fälle), Diebstahlsdelikte (-2591; gesamt 10.835 Fälle) und die Wohnungseinbrüche (-131; gesamt 328 Fälle). In 132 Fällen handelte es sich laut Polizei um Einbrüche in Einfamilienhäuser. Auch die Zahl der Boden- und Kellerdiebstähle sank (-432; gesamt 1673 Fälle).

Leichtes Aufatmen für Radfahrer und ihre geliebten Drahtesel: Hier sank die Anzahl der Diebstähle um 35 Prozent von 3178 auf 2065 Fälle. Das sind jedoch immer noch durchschnittlich fast sechs Diebstähle pro Tag.

Die Polizei führt den Rückgang der Zahlen darauf zurück, dass Ende 2018 und im Jahr 2019 mehrere Intensivtäter verhaftet werden konnten und diese nun im Gefängnis ihre Strafte absitzen.

Gestiegen sind dagegen beispielsweise die Zahlen der erfassten Sexualdelikte (+51; gesamt 248 Fälle) und der Körperverletzungen (+175; gesamt 2458 Fälle). Bei den Sexualdelikten wird das mit einer Zunahme von Fällen der Kinderpornografie erklärt.

Auch wurden mehr illegale Graffiti registriert - insgesamt 909 Fälle. Das sind 168 mehr als noch im Jahr 2018.

Weitere Zahlen zur Kriminalstatistik des Polizeireviers Magdeburg finden Sie hier.