Magdeburg l Der Beruf Kranführer steht bei vielen Kids hoch im Kurs. Einige landen im späteren Berufsleben dann tatsächlich auf der Baustelle – und entdecken dann wieder das Kind in sich.

Wer genau an der Magdeburger Baustelle der Anna-Ebert-Brücke die Idee hatte, Bilder der DDR-Kinderhelden Pittiplatsch und Schnatterinchen an die Kräne zu hängen, sagt Hagen Rühlmann nicht. Er ist Steinmetzmeister auf der Baustelle, seit längerer Zeit wird die Brücke saniert. „Irgendwer hat sich das ausgedacht und jetzt sind die eben da“, sagt Rühlmann.

Kinder freuen sich über DDR-Helden

Zwei Baukräne stehen an der Brücke. Einer heiße nun eben Schnatterinchen, der andere Pittiplatsch. Die Kinder fänden den „Baustellenjoke“ jedenfalls ganz toll, wenn sie die Brücke passieren, berichtet Rühlmann. Er sagt: „Auf der Baustelle muss man auch mal den Kopf freilassen.“

Bilder

Nun könnte man sich über die Symbolkraft streiten. Pittiplatsch ist jedenfalls nicht dafür bekannt, dass ihm gelingt, was er anpackt. Ach, lassen wir das.

Klo mit Weitblick auf der Baustelle

Symbolkräftig gemeint ist hoffentlich auch nicht das Klo über der Domviertel-Baustelle. Im Commerzbanktower in Frankfurt können Banker beim Pinkeln über die Stadt schauen. Böse Zungen sagen, das passe zu ihrer Attitüde, auf die Stadt zu pinkeln. Was die Attitüde der Baufirma ist, das Baustellenklo in Magdeburg hoch oben aufs Gebäude direkt an die Hauptstraße zu stellen? Ach, lassen wir das.