Magdeburg l Entlang des Magdeburger Rings soll zwischen den Brücken Hundisburger Straße und Mittagstraße eine neue Lärmschutzwand entstehen. Auf gut 230 Metern Länge soll sie auf der Neue-Neustädter-Seite errichtet werden – unter anderem auch, um die künftige Entwicklung der Flächen zu ermöglichen, auf denen Plattenbauten abgerissen worden waren.

Magdeburg-Motive vorgeschlagen

Gedanken um die Gestaltung der Lärmschutzwand hatte sich im Vorfeld die Fraktion Grüne/Future! gemacht und ein Graffiti-Projekt mit Magdeburg-Motiven vorgeschlagen. Außerdem sollte sie zumindest teilweise begrünt werden, hieß es im Antrag von Future!-Rat Stephan Bublitz.

Nach Angaben von Magdeburgs Baubeigeordneten Dieter Scheidemann wird sich die Umsetzung dieses Vorschlags nicht so einfach gestalten. Im Jahr 2011 gab es das letzte Mal eine Zusammenarbeit mit Tiefbauamt und Jugendamt bei der Gestaltung der damals neu aufgestellten Lärmschutzwände zwischen Kannenstieg und Neustädter See.

Kosten mehr als verdoppelt

Gut 21.000 Euro hatte das Projekt damals gekostet, 240 Quadratmeter Wand konnten damals mit Graffiti besprüht werden.

Die neue Lärmschutzwand hat gut 460 Quadratmeter Fläche. Somit wird von Kosten von gut 50.000 Euro ausgegangen. Aktuell gibt es diese Summe weder im Etat des Jugendamtes noch an anderer Stelle des städtischen Haushalts, wie Dieter Scheidemann feststellt.

Eine Begrünung der Wände wird zudem aus fachlicher Sicht des Stadtgartenbetriebs abgelehnt. An anderer Stelle waren Schäden durch Bewuchs festgestellt worden. Zudem würden Folgekosten durch Pflege und Bewässerung entstehen.

Der Antrag steht in der kommenden Woche zur Abstimmung auf der ersten Ratssitzung am 23. Januar 2020.