Magdeburg (vs) l Es ist kein Geheimnis, dass sich erfolgreiche Unternehmen einst in einer Garage gegründet haben. Die Historie der Getec liest sich genau wie die bekannte Geschichte. Nur, dass es in ihrem Falle eine alte Baubaracke war, wo Unternehmensgründer Dr. Karl Gerhold seine Vision umsetzte. Mit drei Mitarbeitern begann er 1993 damit, die ersten Wärmekonzepte für Magdeburg zu entwickeln. Dabei setzt er für die Immobilienwirtschaft auf das damals noch eher unbekannte „Wärmecontracting“.

Mitarbeiter als wichtigstes Potenzial

Inzwischen hat Gerhold die Mehrheitsanteile der Magdeburger Getec-Gesellschaften an den schwedischen Investor EQT veräußert und Getec eine neue Geschäftsführung mit Thomas Wagner, Chef der G+E Getec Holding GmbH, an der Spitze. Dennoch: „Vieles hat sich zwar verändert, aber Innovationen voranzutreiben, die Vision und den Mut zu haben, vorauszudenken und handeln, wie es seinerzeit der Gründer tat, das treibt uns noch heute bei allem an, was wir tun“, sagt Thomas Wagner.

Wenn er darüber spricht, wie sich das Unternehmen in seinen Anfängen entwickelt hat, ziehen sich diese Vokabeln wie ein roter Faden durch die Geschichte. Das Unternehmen liefert schnelle Energielösungen für Industrie und Immobilienwirtschaft, setzt auf zahlreiche Dienstleistungen und wird schließlich zum Marktführer für dezentrale Energielösungen im Contracting. „Wir folgen dabei unseren Leitlinien von Nachhaltigkeit, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Schonung natürlicher Ressourcen, die fest in der DNA des Unternehmens verankert sind“, so Thomas Wagner. Das bilde die Basis, den Erfolgskurs beizubehalten. „Wir arbeiten seit mehr als 25 Jahren in einem schwierigen Markt, mussten für unsere Kunden innovative Lösungen entwickeln“, ergänzt er. „Angetrieben wurden wir immer vom Anspruch, wirtschaftlich und zugleich nachhaltig zu arbeiten.“

Auf die Frage, was im Unternehmen am wichtigsten ist, kommt die Antwort sehr schnell: „Das sind unsere Mitarbeiter“, so Wagner. „Wir möchten ein attraktiver Arbeitgeber sein, haben einen eigenen Kindergarten, bieten unseren Mitarbeitern viele Möglichkeiten, sich auch auf internationalem Parkett weiterzuentwickeln.“

Vorlesungen halten und Kontakte knüpfen

Dass sich beim Unternehmen hochqualifizierte Mitarbeiter engagieren, hat aber noch einen weiteren Grund. „Wir bleiben immer am Ball und halten Ausschau nach Fachkräften“, sagt Thomas Wagner. Den Kontakt zur Otto-von-Guericke-Universität zu halten, ist für ihn „extrem wichtig“. Mitarbeiter halten Vorlesungen, pflegen Kontakte, suchen Talente und befördern den Wissenstransfer in beide Richtungen. „Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Reduzierung von CO2, das sind auch die Themen der Forschung und der Praxis“, meint der Chef.

„Energie für mehr“ – der neue Marketing-Leitspruch des Unternehmens bündele genau das – die Energie, um die sich vieles dreht und die Energie, die beispielsweise die Ingenieure haben, um ihr Know-how einzusetzen, etwa, um für namhafte Chemieunternehmen innovative Energiekonzepte zur Sondergasverwertung zu realisieren. „Hierbei werden klimaschädliche Sondergase aus der Chemie-Produktion für die Wärmeversorgung des Standorts genutzt, thermisch verwertet und damit unschädlich gemacht“, erklärt Thomas Wagner. „Das ist richtig große Ingenieurkunst ‚Made in Magdeburg‘.“ Auch in Hanau wird man Magdeburg wohl nicht so schnell vergessen. Dort entwickelt das Unternehmen mit den Stadtwerken die Infrastruktur für den riesigen Pioneer Park und schafft ein „Quartier der Zukunft“ mit Strom, Wärme, Smart-Home-Anwendungen, Multimedia und E-Mobility.

Dass dafür die Basis Magdeburg bleiben soll, ist für ihn „gar keine Frage“. „Der Kern unseres Unternehmens ist stark mit dieser Stadt verbunden, unser Geschäftsmodell ,made in magdeburg‘ können wir in die Welt hinaustragen.“

 

„Made in Magdeburg“ ist eine Gemeinschaftsserie von Volksstimme und dem Stadtmarketingverein Pro M. Mehr dazu auch online unter der Adresse www.made-in-magdeburg.com .