Virtuelles Projekt

Magdeburg lädt zum Dino-Spektakel mit mehr als 20 Sauriern ein

Ab 12. Juni 2021 kann man an 200 Stellen in Magdeburg 20 Urzeit-Riesen aufs Handy laden und sich damit fotografieren. Ein Riesenspaß soll das werden.

Von Rainer Schweingel
Magdeburgs OB Lutz Trümper (SPD) hat sich für ein Foto schon mal in die virtuelle Dino-Welt begeben. Ab 12. Juni 2021 sind für jedermann solche Fotos möglich.
Magdeburgs OB Lutz Trümper (SPD) hat sich für ein Foto schon mal in die virtuelle Dino-Welt begeben. Ab 12. Juni 2021 sind für jedermann solche Fotos möglich. IG Innenstadt/3DQR

Magdeburg - Dinos sind zwar seit Millionen von Jahren ausgestorben. In den heutigen Generationen genießen sie aber dennoch große Beliebtheit. Vor allem bei vielen Kindern stehen Figuren in den Kinderzimmern als beliebtes Spielobjekt oder sind präsent in Büchern oder im Internet.

Die Magdeburger Innenstadthändler machen sich genau diese Dino-Popularität zunutze und verbinden sie mit einem anderen Boom: dem Handy. Ab 12. Juni 2021 öffnet vor allem in der Innenstadt, aber auch in einigen Stadtteilen die „Dino-City Magdeburg“. Die Urzeit-Riesen sind aber nicht als Figuren in der Stadt aufgestellt, sondern leben nur in der virtuellen Welt auf. Und zwar genau dort, wo die Händler auf Fußwegen sogenannte QR-Codes hinterlassen haben. Dabei handelt es sich um etwa 50 x 50 Zentimeter große Strichcodes, die an 200 Stellen im Stadtgebiet auf dem Fußweg aufgeklebt sind. Scannt man sie, entsteht auf dem Handy eine virtuelle Welt, die mit dem realen Ort, an dem man sich gerade befindet, verknüpft wird.

Nutzung kostenlos, Datenschutz beachten

Im Ergebnis kann man sich also praktisch einen „Dino“ aufs Display laden und damit seine Umwelt, eine Straßenszene, sich selbst oder andere fotografieren. Und mittendrin steht in echter proportionaler Größe ein Dino, der mit aufs Foto kommt, das man dann verschicken kann. 20 Dinos sind insgesamt hinterlegt. Also ein Stück Jurassic-Park – nur dass anders als im Kinofilm die Dinos nur auf dem Handy zu sehen sind. „Wir wollen mit der Dino-City einen zusätzlichen Anreiz schaffen, die Geschäfte rund um die jeweiligen Aufkleber mit den QR-Codes zu besuchen“, erklärt Arno Frommhagen von der Interessengemeinschaft Innenstadt. Der Einzelhandel sei durch Corona stark getroffen worden. Einkaufen in der Stadt solle auch mit Hilfe dieser virtuellen Attraktion noch ein bisschen attraktiver werden. Rund 40.000 Euro hat diese digitale Anwendung gekostet und wurde in Zusammenarbeit mit einer Magdeburger Firma umgesetzt. Für den Nutzer ist die Anwendung kostenlos. Wer die Dinos auf dem Handy sehen will, muss sich einen speziellen QR-Code-Scanner herunterladen. Beim Scannen eines Codes wird man automatisch zu diesem Scanner geführt. Über den Datenschutz muss sich dabei wie immer jeder selber informieren. Eine Internetverbindung ist ebenfalls notwendig.