Flüchtlinge

Magdeburg ruft zu Spenden auf

Magdeburg muss in den nächsten vier Wochen 48 Wohnungen ausstatten - ohne Spenden könnte das schwierig werden.

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Magdeburg I Laut aktuellen Prognosen braucht die Landeshauptstadt Magdeburg bis zum Jahresende weitere 1.200 Plätze zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Das sagte Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Rathaus. Bis Mitte Juli wurden in der Stadt 747 Asylsuchende aufgenommen. Die Zahl der Zuweisungen stieg von Januar 2015 mit monatlich 75 Aufnahmen bis August mit 251 Aufzunehmenden stetig an. Für den September sind 406 Zuweisungen angekündigt worden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Erhebliche Probleme hat die Stadtverwaltung offenbar bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Die Stadt ruft die Bürger daher zu Spenden auf. In den kommenden vier Wochen müssen 48 Wohnungen ausgestattet werden. 116 Plätze stehen der Stadt wegen fehlender Ausstattung nicht termingerecht zur Verfügung. Gesucht werden: Essbesteck, Kochgeschirr, Bettwäsche, Matratzen, Betten, Herde, Waschmaschinen, Kühlschränke, Kleiderschränke, Tische, Stühle, Sofas, Kinderspielzeug, Kinderkleidung.

Abgegeben werden können die Spenden in den Einrichtungen der AQB in der Morgenstraße 11 (Möbel- und Kleiderspenden) und im Buckauer Bahnhof, Porsestraße 16 sowie bei der GISE mbH (Gesellschaft für Innovation, Sanierung und Entsorgung mbH) in der Schönebecker Str. 56. Bekleidung nehmen zudem die Arbeiterwohlfahrt in der Thiemstraße 12, das DRK in der Ferdinand-von-Schill-Straße 33 und der Rotkreuzshop des DRK im Breiten Weg 19a entgegen. Für die Organisation von Möbel- und Großgerätespenden sind auch Absprachen mit dem Sozialamt möglich unter sozial-und-wohnungsamt@magdeburg.de. Weitere Informationen gibt es zudem unter: http://www.magdeburg.de/Start/Bürger-Stadt/Leben-in-Magdeburg/Flüchtlinge