Trainingszentrum

Magdeburg soll neue Schwimmhalle für Leistungssportler bekommen

Der Magdeburger Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, den Bau einer neuen Schwimmhalle für Leistungssportler zu prüfen. Diese hatte zuvor schon Zustimmung signalisiert.

Von Stefan Harter
In Magdeburg soll eine neue Schwimmhalle für Leistungssportler entstehen.
In Magdeburg soll eine neue Schwimmhalle für Leistungssportler entstehen. Foto: dpa

Magdeburg

Die Chancen stehen gut, dass Magdeburg eine weitere Schwimmhalle erhalten wird. Der Stadtrat hat das Projekt am Montag mit einem Prüfauftrag an die Verwaltung auf den Weg gebracht. Zuvor hatte diese bereits ihre Zustimmung signalisiert.

Lob von allen Fraktionen gab es für den Vorschlag der CDU für die Halle für Leistungssportler. Einzig die Gartenpartei/Tierschutzallianz hielt dagegen, weil die Bevölkerung außen vor bleiben soll. „Das ist nicht hinnehmbar“, sagte Fraktionsvorsitzender Roland Zander. Deshalb forderte seine Fraktion in einem Änderungsantrag eine „Halle für alle“.

Fördermittel sollen helfen

Da dann aber die von der Stadt bereits avisierten Fördermittel hinfällig werden würden, sei das keine Option, wie Ronny Kumpf (AfD) und Jürgen Canehl (Grüne) hinwiesen. Zumal die Baukosten dann um ein Vielfaches höher wären, wie Dennis Jannack (Linke) meinte. Der Antrag fiel entsprechend durch.

Nach einer ersten Schätzung könnte solch ein Trainingszentrum für 19 Millionen Euro in der Nähe des Olympiastützpunktes an der Friedrich-Ebert-Straße entstehen. Zwei Drittel der Summe könnten von Bund und Land bezahlt werden. Zwei Standorte im Umfeld der MDCC-Arena sind bereits in der engeren Wahl. Die Prüfung als Bauplatz läuft.

Alle Schwimmfreunde profitieren

Ohne Widerworte wurde der Änderungsantrag der SPD angenommen, dass dort auch andere Leistungssportler trainieren dürfen, die beispielsweise bei der Wasserwacht oder der DLRG aktiv sind. Im Ursprungsantrag war nur vom SCM die Rede gewesen.

„Die Halle wäre eine Entlastung für die Leistungssportler, da sie nicht mehr bis zur Elbeschwimmhalle fahren müssten“, argumentierte Manuel Rupsch (CDU). Weil dadurch dann dort sowie in den anderen Schwimmhallen Trainingszeiten wegfallen würden, hätten am Ende doch alle Schwimmfreunde in der Stadt etwas von der neuen Halle, wie Dennis Jannack erinnerte.

Stärkung für Sportstandort

Eine öffentliche Halle wäre hingegen eine direkte Konkurrenz zum Nemo, so Manuel Rupsch. Falko Grube (SPD) bezeichnete die Schwimmhalle als „Stärkung für den Sportstandort Ostelbien“.

Die Prüfantrag an die Verwaltung wurde am Ende mit drei Enthaltungen beschlossen.