Ausstellung

Magdeburger Iba-Shop will sich dem Klima widmen

Von Martin Rieß

Magdeburg

Im Magdeburger Iba-Shop sind derzeit die großen Schautafeln zur Seite geschoben: Das Corona-Schnelltestzentrum der Otto-von-Guericke-Universität hat hier seinen Sitz, der Ausstellungsbetrieb ist vorübergehend eingestellt. Liane Radike, Abteilungsleiterin im Magdeburger Stadtplanungsamt, berichtete während eines Pressetermins, dass es sich aber nur um eine vorübergehende Schließung handelt. Während dieser Zeit werde die Hilfe nur von einem Teil der Mitarbeiter der  Gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung (AQB) benötigt, die sonst hier im Einsatz sind.

Noch ist nicht absehbar, wann der Ausstellungsbetrieb wieder aufgenommen wird - in Vorbereitung ist aber bereits eine neue Ausstellung, wie Liane Radike berichtete: „Der Titel der Ausstellung soll,Urbanität - Klima - Mensch‘ lauten.“

Folgen des Klimawandels sind in Magdeburg spürbar

Damit wird sich der Iba-Shop in der Regierungsstraße 37 einmal mehr einem drängenden Thema für die Zukunft widmen: Mit der globalen Erwärmung des Klimas dürften auch in Magdeburg Wetterextreme zunehmen.

Unter anderem ist mit mehr Hitzesommern zu rechnen, in denen die Zahl der Hitzetage mit Tageshöchsttemperaturen über 30 Grad Celsius und die Zahl der Tropennächte mit Temperaturen von nicht unter 20 Grad Celsius steigt. Tage mit einer Höchsttemperatur von 35 Grad Celsius werden von Meteorologen als Wüstentage bezeichnet.

Zustrom kalter Luft in die Stadtteile sichern

Von Interesse für die Planung der Stadt ist in diesem Zusammenhang unter anderem, wie der Zustrom von kühlerer Luft aus den ländlichen Gebieten im Umfeld der Stadt gewährleistet werden kann. Magdeburg hat sich in diesem Zusammenhang dafür entschieden, Kaltluftschneisen von störender Bebauung frei zu halten, damit die Luftbewegung nicht behindert wird. Daneben spielt aber beispielsweise auch die Schaffung von kühlen Zonen in den Wohnquartieren eine wichtige Rolle. Eine zentrale Rolle spielen hierbei die Bäume.

Seit seiner Eröffnung 2008 hat der Iba-Shop die Magdeburger Stadtentwicklung zum Inhalt. Vergangene Epochen wie Pläne für die Zukunft werden thematisiert. Unter anderem wurde die Einrichtung auch genutzt, um Entwürfe zu konkreten Projekten der Öffentlichkeit vorzustellen und mit den Menschen zu diskutieren und um die Preisträger von Architekturwettbewerben zu ehren und ihre Entwürfe den Besuchern zu zeigen. Zudem wird der Iba-Shop außerhalb der Corona-Zeiten genutzt, um mit Filmen und Vorträgen den Menschen Themen des Städtebaus und des Denkmalschutzes nahezubringen.