Besucherzahl

Magdeburger Mittelaltermarkt hofft auf Corona-Modellprojekt

Anfang Juli soll das 18. Spectaculum Magdeburgense stattfinden. Noch ist offen, wie viele Besucher für den Mittelaltermarkt in Magdeburg zugelassen werden.

Von Stefan Harter
Noch ist unklar, wie viele Besucher für das Spectaculum Magdeburgense in Magdeburg zugelassen werden können.
Noch ist unklar, wie viele Besucher für das Spectaculum Magdeburgense in Magdeburg zugelassen werden können. Foto: Stefan Harter

Magdeburg - Im Vorjahr musste es ganz ausfallen, vom traditionellen Pfingsttermin wurde es bereits verschoben, vom 1. bis 4. Juli soll es nun aber endlich stattfinden – das 18. Spectaculum Magdeburgense. Doch die Veranstalter blicken trotz der positiven Inzidenzentwicklung mit Sorge auf das nahende Datum. Am Wochenende schreiben sie noch von den Problemen, die ihnen die aktuelle Corona-Landesverordnung bereitet.

Als „Spezialmarkt“, unter der das Mittelalterfest läuft, dürften demnach nur 50 Personen gleichzeitig das Gelände betreten (Genesene und Geimpfte nicht mitgezählt). Bei fast 23.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche könnte es dann mitunter recht einsam werden.

Wirtschaftlicher Faktor

Und auch unwirtschaftlich, sagt Mirko Stage vom KulturSzeneMagdeburg e. V., einer der Veranstalter des Spectaculums. Die Kunsthandwerker vom Schmied bis zur Korbflechterin, die dort ihre selbst hergestellten Waren anbieten, hätten wegen Corona teilweise seit einem Jahr kaum Verdienst gehabt. Für diese sei das Spectaculum ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, so Stage.

Während in Baumärkten mehrere Hundert Menschen drinnen sein können, dürfen es unter freiem Himmel nur 50 sein? Unsinnig, findet nicht nur Stage.

In der gestern veröffentlichten Fassung der Landesverordnung ist ab einer Inzidenz von unter 35 nun immerhin der Einlass von 250 Besuchern möglich. „Das ist schon ein erster richtiger Schritt“, sagt er. Dennoch wolle man versuchen, ob es für das Spectaculum nicht ein Modellprojekt geben könnte, das vielleicht 500 oder 1000 Besucher zulässt.

Keine Bühnen

„Wir haben ein umfangreiches Hygienekonzept aufgestellt“, erklärt er. Es wird mit einem abgespeckten Programm geplant, so werde es zum Beispiel keine Bühnen geben, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Auch in den Festungsgebäuden wird nichts stattfinden, alles soll sich Open Air abspielen, wo die Ansteckungsgefahr am geringsten ist.

Tickets würde es nur mit Anmeldung im Vorverkauf und mit einem vorgegebenen Zeitfenster geben. „Im vergangenen Herbst hat das Kaiser-Otto-Fest bereits gezeigt, dass wir solch eine Veranstaltung in Magdeburg durchführen können“, erinnert Mirko Stage.