Umfrage gestartet

Magdeburger stimmen über kleine Lichterwelt in Lemsdorf ab

Den Glanz der Lichterwelt in der Magdeburger Innenstadt in den Stadtteil holen. Darum geht es engagierten Lemsdorfern. Sie haben eine Umfrage gestartet.

Von Marco Papritz
Hier werden die ersten Flyer verteilt: Detlef Beymann (von links), Werner Heller, Astrid Pierau und Maik Kellermann starten die Umfrage zur Lemsdorfer Lichterwelt. Foto: Jens-Uwe Jahns

Magdeburg. Deshalb gehen Astrid Pierau, Maik Kellermann, Werner Heller, Hans Forner, Detlef Beymann und Jens-Uwe Jahns in diesen Tagen von Haus zu Haus und informieren jeden Lemsdorfer über den geplanten Lichterglanz. Und zwar kontaktlos, denn es werden mehr als 1000 Flyer zwischen Bode- und Ballenstedter Straße verteilt. Darin wird über die Initiative von Astrid Pierau und Jens-Uwe Jahns vom Lemsdorfer Heimatverein informiert, mit der die „Magdeburger Lichterwelt“ auch in ihren Stadtteil geholt werden soll. Rothensee und Ottersleben hatten das im vergangenen Jahr sehr erfolgreich vorgemacht.

Abstimmung per Flyer

Die Initiatoren haben sich mittlerweile zahlreiche Unterstützer wie Detlef Beymann vom Sprecherrat der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA), Werner Heller von der Bürgerinitiative (BI) Lemsdorf sowie Nachbarn aus der Kreuzbreite (Hans Forner) und der Bodestraße (Maik Kellermann) dazugeholt. Sie alle rühren in den nächsten Tagen die Werbetrommel für die kleine Lemsdorfer Lichterwelt, die von Ende November bis Anfang Februar an der Ecke Blankenburger/Harzburger Straße erstrahlen soll. Über das Licht-Motiv können die Lemsdorfer nun per Postwurfsendung abstimmen.

Zur Auswahl stehen das Ortswappen mit dem Schaf als christliches Symbol der Reinheit, Unschuld, Geduld und Sanftmut, der „Lemsdorfer Lümmel“ als kulinarischer Botschafter des Stadtteils und Bratwurstspezialität des Stadtteils sowie die Kombination aus Ortswappen, tanzender Wurst und Sitzbank. „Die ist ein Bezug auf eine Bank, die viele Lemsdorfer Jugendgenerationen begleitet hat. Sie hatte Jahrzehnte ihren Platz an der Harzburger Straße“, so Jahns. Über der Bank sei mit Wandfarbe geschrieben worden: „Hier sitzen Lemsdorfer“. Auswärtige hätten sich daran stets gehalten, wie es heißt.

Zeichen der Zuversicht

Für Astrid Pierau ist neben der Motivwahl ein anderer Aspekt ebenso wichtig: „Wir möchten, dass sich möglichst viele Lemsdorfer mit kleineren oder größeren Geldspenden am Projekt beteiligen. So wird es ein wirkliches nachbarschaftliches Gemeinschaftsprojekt, das die Menschen zusammenbringt.“ Und: Wer ein paar Euro dafür gegeben habe, werde auch darauf achten, dass es nicht beschädigt werde. Maik Kellermann freut sich, dabei mithelfen zu können: „Eine tolle Idee, die ich gern unterstütze.“ Er war der Erste, der Geld auf das extra eingerichtete Spendenkonto des Heimatvereins eingezahlt hat. Auch Unternehmer Detlef Beymann ist gern mit von der Partie: „Wir dürfen uns von Corona nicht herunterziehen lassen, wir brauchen Zeichen der Zuversicht.“ Und Werner Heller, der Mühe beim Laufen hat, lässt es sich nicht nehmen, die Flyer in der Nachbarschaft zu verteilen: „Das ist ein so schönes Projekt, da will ich mich mit einbringen.“

Initiator Jens-Uwe Jahns freut sich über die Resonanz: „Jeder, der Lemsdorf auf die eine oder andere Weise im Herzen trägt, weil er hier einmal gelebt oder Bekannte hat, wird eine strahlende Sitzbank mit Ortswappen und fröhlicher Tanzwurst sicher toll finden. Ich bin optimistisch, dass es uns gelingt, das Projekt zu finanzieren.“ Klappt dies, soll es am 19. oder 20. November eine Einweihungsveranstaltung mit allen Unterstützern geben.

Einsendeschluss ist der 1. Juni

Um den Lemsdorfern zumindest schon einmal auf dem Papier zu zeigen, wie ihre kleine Lichterwelt aussehen könnte, haben Pierau und Jahns den „Magdeburger des Jahres“ 2020, Piotr Bielecki von der Firma „Multicolor“, gebeten, einen ersten Entwurf zu erstellen. Doch nun geht es darum, die rund 11000 Euro einzusammeln, die das Projekt wohl kosten wird. Bis zum 1. Juni können die Lemsdorfer ihre Wahl treffen. Dazu müssen die Flyer ausgefüllt in den Annahmestellen abgegeben werden. Alle Spender werden auf einer Platte am Lichtelement namentlich erwähnt.