Wassersport

Magdeburgs Wasserskianlage startet in die Saison

Magdeburgs Wasserski- und Wakeboard-Anlage „Cable Island“ startet am kommenden Sonnabend in die Saison. Die Strandbäder am Neustädter und Barleber See öffneten bereits am vergangenen Wochenende – wetterbedingt mit wenigen Badenden.

Von Karolin Aertel
Am 22. Mai startet auf der ?Cable Island"-Anlage am Neustädter See die Wasserski- und Wakeboard-Saison 2021. Wenngleich die Sportler  auf den Rampen abheben, glauben die Betreiber  durch die Corona-Auflagen finanziell keine großen Sprünge machen zu können.
Am 22. Mai startet auf der ?Cable Island"-Anlage am Neustädter See die Wasserski- und Wakeboard-Saison 2021. Wenngleich die Sportler auf den Rampen abheben, glauben die Betreiber durch die Corona-Auflagen finanziell keine großen Sprünge machen zu können. Archivfoto: Uli Lücke

Magdeburg - Magdeburgs Wakeboarder haben gehörig gezittert. Nicht etwa, weil die Wassertemperaturen sich an der Schmerzgrenze bewegen – Wassersportler sind da hart im Nehmen. Vielmehr hatten sie die Befürchtung, dass ihre Saison ins Wasser fallen könnte. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie erreichen auch Magdeburgs Wassersportler. Hygienevorschriften und Abstandsregeln gelten ebenso wie an den Strandbädern auch an der Wasserski-Anlage „Cable Island“. Doch immerhin ermöglicht die jüngste Landesverordnung das Öffnen der Anlage.

Maximal 25 Wassersportler je zwei Stunden erlaubt

Am Sonnabend geht’s los, verkündet Jacqueline Böhlecke. Mittags, 12 Uhr, wird die Schleppliftanlage wieder in Betrieb genommen, um die Wakeboarder und Wasserskifahrer auf den Parcours zu schicken. „Maximal 25 Sportler, die jeweils Zwei-Stunden-Slots bekommen, dürfen zugleich übers Wasser gleiten. So, wie es die Landesverordnung für Sportler vorschreibt“, erklärt Jacqueline Böhlecke.

Für Zuschauer oder Sonnenanbeter werden Liegewiese und Strand geöffnet. Gastronomisch können die Gäste jedoch nur am Imbiss bewirtet werden. Festzelt und Pavillon bleiben geschlossen. Bitter für Jacqueline Böhlecke, die mit ihrem Mann Carsten die Anlage betreibt. Die Gastronomie sei die eigentliche Einnahmequelle.

Finanzielle Einbußen durch fehlende Feiern

Bereits im vergangenen Jahr zehrten finanzielle Einbußen an der Substanz. Firmenfeiern, Jugendweihen, Geburtstage und andere Festveranstaltungen, mit denen normalerweise Geld reinkommt, wurden abgesagt. Es sei deprimierend, sagt Jacqueline Böhlecke. Denn momentan schaut es so aus, als würde es dieses Jahr nicht anders werden. Und das, nachdem bereits 2019 den Betreibern Sorgen- statt Sonnenfalten ins Gesicht trieb. Blaualgen-Alarm, der keiner war, hielt die Besucher fern. Zwar war die gesundheitsschädliche Alge tatsächlich am Neustädter gefunden worden, doch auf der anderen Seite des Sees. Die Wasserqualität an der Anlage sei top gewesen, die Leute blieben trotzdem weg.

Erst die Alge, dann Corona – noch ein Coronajahr ist kaum zu kompensieren. Dennoch hofft die Betreiberin, dass nun wenigstens das Wetter ein bisschen mitspielt, der To-go-Verkauf ein bisschen Geld einspielt, die Wassersportler ihre Runden drehen können, Stand-up-Paddler den See erkunden und der Corona-Spuk endlich mal ein Ende hat.

Während die Wassersportler erst am kommenden Wochenende in die Saison starten, öffneten Magdeburgs Strandbäder bereits am vergangenen Sonnabend.

Und obgleich das Wetter wahrlich zu wünschen übrig ließ, gab es ein paar Hartgesottene, die sich das Anbaden nicht nehmen ließen.

82 Badegäste trotzen dem wechselhaften Wetter

Konkret waren es im Strandbad Barleber See seit Saisoneröffnung 73 Gäste und am Neustädter See neun Gäste. Auch wenn die Zahlen niedrig ausfallen, so zieht die Verwaltung dennoch ein positives Fazit, wie Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra mitteilt. „Wir konnten so alle Mechanismen, die aufgrund der 12. Landeseindämmungsverordnung beachtet werden müssen, erfolgreich testen.“ Diese können somit auch für die nun öffnenden Freibäder ab 21. bzw. 27. Mai 2021 sicher angewendet werden, erklärt sie.

Strand- und Freibäder können im Zuge der Verordnung nämlich nur mit Auflagen und einer reduzierten Gästezahl betrieben werden. Zugang erhalten nur jene Personen, die ein negatives Testergebnis vorweisen können (PCR oder PoC-Antigen-Schnelltest), das nicht älter als 24 Stunden ist. Zudem erhalten auf Nachweis auch jene Personen Zugang, die seit mindestens zwei Wochen vollständig geimpft sind oder eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes vorweisen können, dass sie in den vergangenen sechs Monaten von einer Corona-Erkrankung genesen sind. Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind von diesen Beschränkungen ausgenommen.

Zu den Auflagen gehört es auch, die Besucheranzahl zu begrenzen. Während der Barleber See immerhin 3000 Personen und im Strandbad Neustädter See höchstens 900 Menschen am Haupt- und Kinderstrand sowie 750 am FKK-Strand Einlass gewährt wird, sind es in den Freibädern, die nun öffnen, doch deutlich weniger.

Freibad Süd öffnet für 600 Gäste

So können ab Freitag ab 10 Uhr im Freibad Süd maximal 600 und im Erich-Rademacher-Bad höchstens 950 Personen das Gelände betreten.

Im Carl-Miller-Bad, das eine Woche später, am 27. Mai 2021, öffnet, darf nicht mehr als 300 Badegästen Einlass gewährt werden. Aufgrund ihrer Besuchergrenzen werden die Freibäder täglich in zwei Blöcken öffnen (10 bis 14 Uhr und 15 bis 19 Uhr). Da in den Freibädern keine Tagesnutzung erfolgt, zahlen alle Gäste an der Kasse lediglich das Feierabendticket. In den Freibädern wird ebenso wie am Neustädter See und Barleber See eine Anwesenheitsliste geführt.

Der Personalausweis beziehungsweise ein Reisepass sind vorzulegen.

Birgit Ludewig und Daniela Sakautzki an der Strandbadkasse am Barleber See. Am Sonnabend wurde die Badesaison eröffnet. Der Besucherstrom war allerdings angesichts des sehr wechselhaften Wetters auch sehr verhalten.
Birgit Ludewig und Daniela Sakautzki an der Strandbadkasse am Barleber See. Am Sonnabend wurde die Badesaison eröffnet. Der Besucherstrom war allerdings angesichts des sehr wechselhaften Wetters auch sehr verhalten.
Foto: Ivar Lüthe