Magdeburg l Über viele Monate mussten die Magdeburger Fußballfans damit klarkommen, dass die MDCC-Arena als Heimspielstadion ihres 1. FCM eine Baustelle war. Doch diese Zeit neigt sich jetzt dem Ende zu. Wie Heinz Ulrich, Leiter des Eigenbetriebs Kommunales Gebäudemanagement, während einer Sitzung des Magdeburger Finanzausschusses berichtete, sind die meisten Arbeiten abgeschlossen. Derzeit gehe es noch darum, die Beläge für die Stufen im Block 7 zu montieren und die Arbeiten an den Toiletten im Innenbereich abzuschließen. Zuletzt war der Einbau der Stufen für Block 7 und Arbeiten an den Kiosken Thema.

Für die große Sanierung und die Ertüchtigung des Stadions seien 10,7 Millionen Euro in der Entwurfsplanung veranschlagt gewesen. Erste Schätzungen waren noch von einer Investitionssumme von knapp sechs Millionen Euro ausgegangen. Die Arbeiten seien jedenfalls im Wesentlichen den Planungen entsprechend ausgeführt worden.

Klagen wegen fehlender Toiletten

Eine Ausnahme gibt es aber doch. Dabei handelt es sich um Container für die Toiletten für den Bereich der Gästefans. „Hier hat uns die Firma, die den Auftrag erhalten hat, über Monate sitzen lassen, so dass wir sie jetzt verklagen müssen“, berichtet Heinz Ulrich während der Sitzung im Finanzausschuss des Magdeburger Stadtrats.

Eine Sanierung und Ertüchtigung der MDCC-Arena war notwendig geworden, da sie nicht mehr den Anforderungen durch die Fußballfans von heute entsprach. Sie haben sich angewöhnt, rhythmisch zu hüpfen. Dies allerdings war bei den Planungen – da das Hüpfen im Stadion in dem Maße zur Bauzeit noch nicht üblich war – nicht berücksichtigt worden. Dies hatte zu einem Hüpfverbot geführt, an das sich die Fans auch gehalten haben. Die Alternative wäre gewesen, bis zum Abschluss der Arbeiten einen anderen Standort zu finden, an dem Spiele in der 2. Bundeliga und in der 3. Liga stattfinden können.

Statische Probleme durch hüpfen

Die Lage war offenbar ernst. Bei einer baudynamischen Untersuchung in der Drittliga-Partie gegen Hansa Rostock war festgestellt worden, dass durch rhythmisches Hüpfen erhebliche statische Probleme auftraten. Zwischenzeitlich war aus diesem Grund das Stadion sogar für kurze Zeit für Besucher gesperrt worden.