Magdeburg l Der mutmaßliche Anschlag mit einem Lkw auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Magdeburg und den dortigen Weihnachtsmarkt. Eine Polizeisprecherin sagte am Dienstagvormittag der Volksstimme, dass mehr polizeiliche Kräfte für den Weihnachtsmarkt bereitgestellt werden. Außerdem sollen nach Volksstimme-Informationen am Nachmittag Betonklötze aufgebaut werden. Sie sollen den historischen Weihnachtsmarkt sichern, der sich direkt an der belebten Kreuzung Jakobstraße/Reuterallee befindet.  

Kameras wachen auf dem Markt

Bei der Stadtverwaltung hält man sich zunächst noch bedeckt. "Wir können noch nichts sagen und wollen uns gegen Nachmittag äußern", sagte ein Stadtsprecher. Man wolle erst die Lageeinschätzung abwarten.

Der Magdeburger Weihnachtsmarkt reagiert indes auf den Vorfall in Berlin. "Wir werden am heutigen Dienstag normal öffnen, aber aus Pietätsgründen auf Musik verzichten", kündigte Weihnachtsmarktgeschäftsführer Paul Gerhard Stieger an. Es habe bereits mehrere Telefonate mit der Stadtverwaltung und der Polizei gegeben, sagte er weiter.

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Im Laufe des Tages solle im Austausch mit Vertretern der Stadt und der Polizei das weitere Vorgehen besprochen werden. Der Magdeburger Weihnachtsmarkt wird jährlich von rund 1,5 Millionen Menschen besucht. Für ihn gibt es ein alljährlich angepasstes Sicherheitskonzept. Seit diesem Jahr wird der Markt erstmals auch mit drei Videokameras der Polizei überwacht. Sie erfassen den Alten Markt sowie Teile des Nordabschnitts des Breiten Weges.

Innenminister verurteilt Tat

Das Ministerium für Inneres und Sport hat als Zeichen der Anteilnahme für den 20. Dezember 2016 Trauerbeflaggung an den Dienstgebäuden des Landes angeordnet. Innenminister Holger Stahlknecht: „Ich verurteile die Tat auf das Schärfste. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer."

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