Magdeburg l „Die Halle wird sonst noch zur Lachnummer“, schreiben CDU-Rat Reinhard Stern und dessen Fraktionschef Wigbert Schwenke in die Begründung ihres Antrags auf einen großen Wurf in Sachen Instandhaltung und Sanierung der Magdeburger Schwimmhalle Diesdorf. Im Namen der Großfraktion CDU/FDP/BfM fordern sie ein „umfassendes Konzept“ zur Hallenertüchtigung. Oberbürgermeister Lutz Trümper solle es bis Juni dem Rat vorlegen.

Die Christdemokraten verweisen auf die „nun schon monatelange Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen“. Die daraus resultierenden Nutzungsprobleme für Schulkinder, Vereinssportler und andere Badegäste seien ein „unhaltbarer Zustand“. Eine komplexe Schadensaufnahme und die „Abarbeitung sämtlicher Fehler“ müsse noch 2019 erfolgen.

Die Ratsfraktion Linke/future! belässt es zunächst bei einer Forderung nach Analyse. Der Oberbürgermeister möge dem Stadtrat bis April 2019 Bericht über alle Havarien seit der Wiederinbetriebnahme nach der Sanierung 2011 erstatten: Welche Fehler fielen wann und warum an welchen Gerätschaften an? Was wurde zur Fehlerbekämpfung unternommen? Wurden Regressansprüche geprüft? Und schließlich: Was hat das Ganze schon an Zeit (Schließtage) und Geld (Reparaturen) gekostet? Fraktionschef Oliver Müller und Linke-Frau Andrea Nowotny (Antragsteller) wollen es namens ihrer Fraktion genau wissen.

Halbwegs genau hat die Stadt Magdeburg schon ermittelt, dass allein seit 2016 rund 261.000 Euro in Wartung und Reparatur der Wasseraufbereitung geflossen sind – noch ohne die aktuelle Februar-2019-Rechnung, wie Rathaussprecher Michael Reif klarstellt. Immerhin – in der Halle sei regelmäßiges Nachfragen empfohlen – konnte Reif am Montag freie Schwimmbahn vermelden. So ist es auch für Dienstag geplant.