Magdeburg l Bereits Heiligabend 2018 war der vorerst letzte Arbeitstag für die Mitarbeiter von Martin Prange, Inhaber des Edeka-Marktes an der Agnetenstraße 20/21 in Magdeburg. Seit Anfang 2019 sperren zudem Bauzäune das Areal ab. Erste Entkernungsarbeiten haben mittlerweile begonnen. Denn der schon vor drei Jahren angekündigte Abriss und Neubau des Nahversorgers soll nun beginnen.

Während sich die Alte Neustädter für die nächsten Monate nach alternativen Einkaufsmöglichkeiten umsehen müssen, sind die Mitarbeiter aber derweil nicht arbeitslos. „Sie sind in der Zwischenzeit in umliegenden Märkten der Edeka Minden-Hannover beschäftigt“, teilt Fritz Wohlschlegel auf Volksstimme-Anfrage mit. Er arbeitet für die Gräflich Fugger‘sche Zentralverwaltung aus Baden-Württemberg, der das Grundstück mit dem Markt gehört und die es in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandelsunternehmen ausbaut.

Alter Supermarkt zu klein

Grund für die Maßnahme ist die geringe Größe des bisherigen Marktes. Der selbstständige Einzelhändler Martin Prange führt ihn bereits seit 1998. Mit nur 734 Quadratmetern Verkaufsfläche und 22 Stellplätzen entspricht er nicht mehr modernen Ansprüchen. Für einen sogenannten Vollsortimenter ist er zum Beispiel viel zu klein. Deshalb soll der Neubau mit 1500 Quadratmetern gut doppelt so groß werden. Auch die Zahl der Stellplätze wird sich erhöhen.

„An gleicher Stelle wird ein neuer, moderner Vollsortimenter mit größerer Verkaufsfläche und erweitertem Sortiment gebaut“, sagt Fritz Wohlschlegel. Mit der Größe verändert sich auch die Mitarbeiterzahl: Etwa 40 Angestellte werden in dem neuen Markt tätig sein und damit doppelt so viele wie bisher.

Eröffnung für Ende 2019 geplant

Seinen Angaben nach soll der neue Markt Ende 2019 eröffnen. Edeka wird dann der einzige Mieter sein, aber u. a. ein eigenes Café betreiben, wie auf den Ansichten für den geplanten Flachbau zu sehen ist. Zuletzt stand eine größere Teilfläche des Objekts längere Zeit leer, seitdem die Stadtsparkasse dort ausgezogen war. Die Investition beträgt gut 3,5 Millionen Euro.

Die Stadtverwaltung Magdeburg unterstützt das Vorhaben. Denn laut Magdeburger Märktekonzept ist der Standort Agnetenstraße ein Nahversorgungszentrum, weshalb die Erweiterung zu dessen Erhalt beiträgt.

Hunderte neue Wohnungen

Positiv auswirken dürften sich die geplanten Bauvorhaben in der benachbarten Sieverstorstraße, wo Hunderte neue Wohnungen mit potenziellen Kunden entstehen sollen.