Magdeburg l Nicht schlecht staunten in den letzten Wochen einige Besucher des Elbauenparks in Magdeburg, als dort plötzlich ein komplettes Wäldchen im Bereich der Seebühne verschwunden war. Schnell kam die Frage nach dem Warum und dem „Dürfen die das überhaupt“ auf.

Die klare Antwort aus der Pressestelle des Elbauenparks: „Ja, wir durften das.“ Die Rodung des Pappelwäldchens an der Seebühne sei in enger Abstimmung mit dem Umweltamt erfolgt. 77 Pappeln habe man fällen müssen, da sich ein Schädling, der sogenannte Pappelbohrer, in einem Großteil der Bäume eingenistet habe. Der Nachtfalter macht es sich besonders gerne in den Stämmen dieser Baumart gemütlich und legt darin seine Eier ab.

Schädling nistet sich in Bäumen ein

Da man die Verkehrssicherungspflicht auf dem Gelände habe wahren müssen, habe man sich gleich dazu entschieden, die Bäume zu entfernen. Lediglich ein paar der 50 bis 60 Jahre alten Pappeln konnten, aufgrund der Begutachtung von externen Gutachtern, gerettet werden. Doch die Fläche soll nicht so bleiben, wie sie jetzt ist. Zur Zeit erinnert diese eher an braches Feld als an den blühenden Elbauenpark.

Man wolle die Fläche wieder neu gestalten. Dazu zähle unter anderem die Neupflanzung von 100 Schwarzpappeln. Diese hätten bereits einen Stammumfang von mindestens zwölf und maximal 16 Zentimetern. Außerdem seien sie mindestens einen Meter hoch. Pünktlich zum 20-jährigen Bestehens des Elbauenparks sei alles fertig.