Freizeitbad

Nemo in Magdeburg bleibt weiter geschlossen

Badefans müssen sich noch etwas gedulden. Obwohl Spaß- und Freizeitbäder wieder öffnen dürfen, bleiben die Türen des Nemo in Magdeburg noch zu. Eine Öffnung würde sich aufgrund der Corona-Regeln nicht rentieren.

Von Jasmin Teut
Mit der blauen Racerrutsche können sich zwei Personen bei einem Wettrennen messen.
Mit der blauen Racerrutsche können sich zwei Personen bei einem Wettrennen messen. Foto: Jasmin Teut

Magdeburg - Mit den ersten Corona-Lockerungen und steigenden Temperaturen konnte die Freibadsaison starten. Mit der geänderten 13. Landesverordnung wurden weitere Lockerungen möglich. Seit dem 3. Juni dürfen auch Spaß- und Freizeitbäder wieder öffnen. Viele Nemo-Fans haben darauf sehnlichst gewartet. Auch auf der Facebook-Seite des Nemos fragten die Badefans, wann endlich wieder geöffnet wird. Doch Ramona Koch, Betriebsleiterin der Nemo Bade-, Sauna- und Wellnesswelt, muss ihre Gäste noch vertrösten.

Trotz der Möglichkeit zu öffnen, gelten weiterhin strenge Regeln. Das würde sich wirtschaftlich für das Nemo nicht rentieren, sagt Koch. Vor allem mit Blick darauf, dass eine Zugangsbeschränkung von einer Person pro angefangene 20 Quadratmeter eingehalten werden muss. Rein rechnerisch bedeutet das, dass nur 75 Badegäste im Nemo erlaubt sind. Sollte dann noch der Fall eintreten, dass es gewittert, müssten die Gäste aus den Außenbecken rein geholt werden. Und um die Begrenzung einhalten zu können, müssten einige das Bad wieder verlassen. Das Schwimmerbecken dürften nur zwölf Personen gleichzeitig nutzen.

Sauna und Strömungskanal müssten im Nemo geschlossen bleiben

In den Saunen sieht es ebenso düster aus. Erlaubt wären nur zwei Personen in der Blockhaus-Sauna und vier bis fünf Personen in der Panorama-Sauna. „Außerdem dürften wir nur eine heiße Sauna anbieten, ohne Aufgüsse“, sagt die Betriebsleiterin. Allgemein gilt, dass Bereiche, in denen der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann, geschlossen bleiben müssen. Das betrifft im Nemo nicht nur die Sauna, denn auch die Whirlliegen und der Strömungskanal blieben für die Badegäste unerreichbar.

Von jetzt auf gleich wäre eine Wiedereröffnung sowieso nicht möglich. Die Vorbereitungen dauern circa 14 Tage, sagt Koch. Während der Schließung wurden einige Becken abgelassen, wie zum Beispiel das Kinderbecken. Diese müssten wieder befüllt werden. In den vollen Becken herrsche momentan eine Wassertemperatur von 18 bis 19 Grad Celsius. Das müsste vor dem Start auf 30 Grad Celsius geheizt werden. Ebenso wie die Luft, die im Nemo meist zwischen 32 und 33 Grad Celsius liegt.

Neue Racerrutsche sorgt für Spaßfaktor

Wann das Nemo voraussichtlich wieder öffnet, kann die Betriebsleiterin nicht sagen. Sobald weiter gelockert wird, rückt eine Öffnung allerdings immer näher. „Bei einer Beschränkung von 2,5 oder sieben Quadratmetern pro Person wäre das händelbar“, sagt Koch.

Doch auch während der coronabedingten Schließung war es in der Badewelt nicht still. Die neuen Rutschen sind fertig. Kleinigkeiten wie Malerarbeiten müssen noch erledigt werden, sagt Koch. Eigentlich war die Idee eine Reifenrutsche zu bauen, doch aufgrund der gewundenen Treppe sei das Gefahrenpotenzial für die Gäste zu groß, wenn sie diese mit einem Reifen erklimmen müssten. Dennoch haben die neuen Rutschen einen Spaßfaktor. In der blauen Racerrutsche können sich zwei Personen ein Rennen liefern. Unten ist dafür eine Stoppuhr angebracht, die die jeweilige Zeit misst.