Magdeburg (vs) l Am frühen Morgen des 7. Februar 2020 hat ein 33-Jähriger um kurz nach Mitternacht Feueralarm auf dem Hauptbahnhof in Magdeburg ausgelöst, obwohl es nicht brannte. Die Feuerwehr Magdeburg rückte, aufgrund des Betätigens des Feueralarms, mit zwei Löschzügen und 28 Kameraden aus.

Sie stellten kein Feuer vor Ort fest. Dank einer sofortigen Auswertung der Videoüberwachung durch die Bundespolizei gelang es, den Täter kurze Zeit später auf dem Hauptbahnhof zu stellen. Warum er die Scheibe des Feuermelders einschlug und den Notrufknopf betätigte sagte der Mann nicht. Auf der Wache der Bundespolizei misslang es ihm ein Video auf seinem Smartphone zu löschen. In diesem brüstete er sich mit der Tat und filmte das Eintreffen der Feuerwehr. Das Video wurde als Beweis gesichert.

Die Rechnung kommt von der Feuerwehr

Zudem fanden die Beamten bei dem 33-jährigen Mann noch vier Ausweisdokumente, die auf verschiedene Namen ausgestellt waren aber nicht auf seinen. Eine Begründung warum er diese Dokumente bei sich hat, nannte er ebenfalls nicht. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,96 Promille.

Der Deutsche wird sich nun wegen des Missbrauchs von Notrufen und bezüglich der Ausweisdokumente wegen Unterschlagung verantworten müssen. Zudem erhielt er ein zweijähriges Hausverbot der Deutschen Bahn für den Hauptbahnhof Magdeburg. Der Feuerwehr wurden die Personalien des 33-Jährigen übermittelt, die ihm den Einsatz in Rechnung stellen wird.