Magdeburg l Durch die weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen in Magdeburg kommt nicht nur das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt bei der Nachverfolgung der Kontaktpersonen an seine Grenzen, auch immer mehr Tests sind nötig. Zuletzt reagierte die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die gemeinsam mit der Landeshauptstadt das Fieberzentrum an der Brandenburger Straße betreibt, auf die steigende Zahl der Patienten durch zusätzliches Personal und stark erweiterte Öffnungszeiten.

Um dem Bedarf an Corona-Tests nachkommen zu können und Entlastung in der Fieberambulanz zu schaffen, hatte Magdeburgs Amtsarzt Eike Hennig zudem weitere niedergelassene Ärzte in Magdeburg aufgerufen, auch in ihren Praxen Tests durchzuführen. Dabei sprach er nicht nur von Haus- und Kinderärzten, sondern auch von anderen Medizinern wie Orthopäden. Er sei überzeugt, dass man ohne zusätzliche Testkapazitäten nicht auskommen werde.

Die KV werbe dafür ebenso bei niedergelassenen Ärzten, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. „Auch wir haben die Ärzte gebeten, ein dahingehendes Engagement zu prüfen“, erklärte die KV-Sprecherin. Die KV agiere „sehr einvernehmlich“ mit der Landeshauptstadt Magdeburg: „Wir stehen in ständigem Informationsaustausch und Abstimmung zu weiteren Handlungsnotwendigkeiten. In dieser für alle Beteiligten schwierigen Zeit ist es uns allen wichtig, gemeinsam – Ärzte, Gesundheitsamt und KV – an einem Strang zu ziehen“, so die Sprecherin.

Ärzte helfen in Fieberambulanz aus

Eine Vielzahl von Ärzten nehme bereits im erforderlichen Fall Testungen vor, ohne dies gesondert zu propagieren. Die Gründe, weshalb andere Arztpraxen keine Testungen durchführen, könnten laut Sprecherin sehr vielfältig sein. „Teilweise fehlen die erforderlichen räumlichen Voraussetzungen, um Testungen durchführen zu können. Aber auch hier haben wir Ärzte, die genau aus diesem Grund für die Fieberambulanz tätig werden, um damit ihren Beitrag für die Pandemiebekämpfung zu leisten“, erläuterte die Sprecherin. An Schutzausrüstungen liege es nicht, die wurden und werden an die Arztpraxen verteilt, hieß es.

Eine Liste, welche Ärzte in Magdeburg in ihren Praxen Tests durchführen, hat die KV auf ihrer Internetseite www.kvsa.de veröffentlicht. Vorher sollte aber unbedingt telefonisch Kontakt mit der Praxis aufgenommen und ein Termin vereinbart werden, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Die Fieberambulanz in der Brandenburger Straße hat montags bis freitags jeweils von 7 bis 20 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.