Ehemalige Festungsanlage

Paten wachen in Magdeburg über neuen Spielplatz „Keltisches Dorf“

In Magdeburg ist der Themenspielplatz „Keltisches Dorf“ eröffnet worden. In der Bauzeit sorgten Vandalen für Unruhe. Künftig passt ein Nachbarschaftsverein auf.

Von Marco Papritz
Matthias Wartmann (von links), Katharina Overmann und Nicole Ring vom Nachbarschaftsverein Barbaraplatz bei der Einweihung des Themenspielplatzes „Fort II“ am Magdeburger Kirschweg. Der Verein möchte sich als Pate für den Spielplatz einbringen.
Matthias Wartmann (von links), Katharina Overmann und Nicole Ring vom Nachbarschaftsverein Barbaraplatz bei der Einweihung des Themenspielplatzes „Fort II“ am Magdeburger Kirschweg. Der Verein möchte sich als Pate für den Spielplatz einbringen. Foto: Marco Papritz

Magdeburg - „Mit dem Spielplatz wird eine Lücke geschlossen, die Freude darüber ist sehr groß“, sagt Katharina Overmann. Damit diese Freude über den neuen Spielplatz, der das Thema „Keltisches Dorf“ mit verschiedenen Elementen für kleine und größere Kinder aufgreift, möglichst lange anhält, möchte sich der Nachbarschaftsverein Barbaraplatz als Pate für die Spielfläche engagieren.

Volksstimme-Artikel gibt Anstoß

Die Volksstimme berichtete während der Bauphase darüber, dass Vandalen ihre Spuren bereits hinterlassen haben und dass sich Müll auf dem Gelände finden lässt, obwohl es noch eine Baustelle war. Dies nahm der Verein zum Anlass, sich mit der Stadtverwaltung in Verbindung zu setzen. „Wir möchten als Paten ein Auge auf das Areal haben und kundtun, dass sich Bewohner aus der Nachbarschaft für den Spielplatz einsetzen“, so Katharina Overmann als Vereinsvorsitzende.

Das Engagement ist ganz im Sinne der Stadt, auch wenn wegen der Corona-Pandemie die Patenschaft nicht im Zuge der Freigabe am Donnerstag besiegelt werden kann, was der Verein bereits im Vorfeld bedauerte. Aus Sicherheitsgründen wird anders als sonst üblich auf eine feierliche Eröffnung verzichtet, wie es von der Stadtverwaltung heißt.

Ehemaliges Festungsgelände wird belebt

Insgesamt seien 730.000 Euro aus Mitteln des Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ in die Umgestaltung der ehemaligen Festungsanlage „Fort II“, die einst als Amphitheater genutzt wurde und lange Zeit brach lag, und die Ausstattung des Spielplatzes investiert worden, so Oberbürgermeister Lutz Trümper. Zunächst wurde im Auftrag des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe die verwaiste Freilichtbühne zurückgebaut, das Gelände aufgefüllt und dadurch das Areal von von Grund auf neu modelliert. Entstanden sind zwei Spielbereiche für Kinder von zwei bis fünf sowie sechs bis zwölf Jahren sowie Grünflächen und Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen. Mit Erfolg, wie sich am ersten Tag zeigt: Zahlreiche Kinder erkunden am Nachmittag das Areal.