Magdeburg l Immer einmal wieder ist die Brücke am Magdeburger Wasserfall zwischen Cracau und dem Rotehornpark für Reparaturarbeiten dicht. Per Grundsatzbeschluss hat der Magdeburger Stadtrat jetzt den Weg frei gemacht für eine grundlegende Sanierung des Bauwerks.

2019 sollen 150.000 Euro und 2020 noch einmal 100.000 in die Planung fließen, bevor im Jahr 2021 für geschätzt 650.000 Euro gebaut werden kann. Der Knackpunkt: Die Arbeiten sind so umfangreich, dass es nicht ohne eine langfristige Sperrung gehen sollte.

Magdeburger Brücke aus Holz

Heute würde man eine Brücke nicht mehr in der Weise bauen wie damals. Das Holz sei trotz aller Schutzmaßnahmen ein Baumaterial, das an dieser Stelle nicht für die Ewigkeit gemacht sei.

Dem Wunsch der Stadtverwaltung Magdeburg stimmten die Stadträte zu – allerdings auch dem Änderungsantrag der CDU/ FDP/ BfM-Fraktion. Dieser schreibt eine Baustellenkoordinierung mit der Baustelle ein paar Hundert Meter flussabwärts der Alten Elbe vor. Christdemokrat Manuel Rupsch begründete den Vorstoß: „Wenn Brücken zeitgleich saniert werden, dann dafür sorgen, dass wenigstens eine für Geh- und Radverkehr offen ist.“

Für Radler und Fußgänger

Die Brücke am Cracauer Wasserfall wurde im Jahr 1997 gebaut. Sie wird von vielen Fußgängern und Radfahrern gut genutzt. Um das Bauwerk weiter zu erhalten, sind jetzt Arbeiten an den Hauptträgern, den Schutzverkleidungen und Hängerstangen der Schrägseilbrücke notwendig.

Die Stadtverwaltung drängt auf eine zügige Abarbeitung der Aufgaben. Es sei umgehend mit den Planungen zu beginnen. Grund: Bei Bauwerksprüfungen in den Jahren 2014 und 2017 seien umfangreiche Schädigungen des Gehbelages sowie der darunter verlaufenden Längsträger durch holzzerstörende Pilze vorgefunden worden. An mehreren Feldern ist erkennbar, dass weitere Träger befallen sind. Mehrfach seien bereits Fruchtkörper und die typische würfelbruchartige Holzzerstörung sichtbar. „Damit droht Tragfähigkeitsverlust“, heißt es in der Vorlage aus der Magdeburger Stadtverwaltung.

Auch Widerlager und Pfeiler werden saniert

Neben den verpilzten Holzteilen soll bei der Sanierung auch die Instandsetzung der Stahlbetonunterbauten mit Widerlagern und Pfeilern angegangen werden. Mit den Arbeiten soll gewährleistet werden, dass die Nutzungsdauer der Brücke um 20 Jahre – bei jährlicher Unterhaltung um bis zu 30 Jahre und einem Neubau aller Holzteile – verlängert wird.

Die Brücke zwischen Cracau und dem Rotehornpark dient nicht allein als Verbindung zwischen den Magdeburger Stadtteilen. Sie verbindet auch die verschiedenen Routen des Elberadwegs und hat daher touristische Bedeutung.