Magdeburg l Die Polizei hat am 18. August 2020 die Wohnung und den Garten eines 39-jährigen Magdeburgers durchsucht. Der Mann wird verdächtigt, Falschgeld produziert und in Umlauf gebracht zu haben.

Bei den Durchsuchungen der Wohnung in der Großen Diesdorfer Straße und dem Garten in einer Kleingartenanlage in der Albert-Vater-Straße wurden nach Informationen der Polizei zahlreiche Gegenstände zur Herstellung von Falschgeld, wie Drucker, Geldkopien und ein professionell gefälschter Geldschein gefunden. Bei den Geldkopien handele es sich vorrangig um 20-Euro-Scheine.

Drogenhandel und Pfandbetrug

Zudem fanden die Beamten Utensilien für den Handel von Betäubungsmitteln. So wurden Feinwaagen und Verpackungsmaterial und Kräutermühlen, sogenannte Grinder, sichergestellt. Des Weiteren fanden die Polizisten Pfandbanderolen, die dazu dienen Dosen und Flaschen, die eigentlich pfandfrei sind, zu bekleben. Dertig präpariert werden Flaschen und Dosen dann von Rücknahmeautomaten als pfandwert erkannt.

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Im Garten des Magdeburgers entdeckte die Polizei 31 Cannabispflanzen. Diese waren sowohl in einem Zelt als auch in einem Beet angebaut. Spuren von Marihuana wurden ebenfalls gefunden. Allerdings waren dies nur Kleinstmengen, wie die Polizei berichtete. 

Wie eine Sprecherin mitteilte wurde wegen diverser Falschgelddelikte bereits längere Zeit ermittelt. Dass man jetzt den Magdeburger als Tatverdächtigen ermitteln konnte, sei einem Hinweis aus der Bevölkerung zu verdanken. Dieser sei wegen anderer Delikte bereits polizeibekannt.   

Wegen der Herstellung und Verbreitung von Falschgeld drohen dem Mann bis zu fünf Jahre Haft. Hinzu kommt der Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln sowie Betrug. Zudem teilte die Polizeisprecherin mit, dass 20-Euro- und 50-Euro-Scheine die am häufigsten gefälschten Banknoten sind.