Magdeburg l Nachdem die Volksstimme am Mittwoch, 11. März 2020, darüber berichtet hat, dass ein Unbekannter im Wohngebiet rund um die Eisvogelstraße in Stadtfeld-West mit Nägeln gespickte Würstchen als Köder für Hunde und andere Tiere ausgelegt hat, haben sich weitere Leser gemeldet. So eine Leserin aus dem Wohngebiet an der Birkholzer Straße im Neustädter Feld. Sie berichtete davon, dass es bereits Mitte Februar 2020 in ihrem Wohngebiet einen ähnlichen Fall gegeben habe.

"Unser Hund muss beim Gassigehen auch einen solchen Köder gefressen haben. Nach dem Spaziergang wurde unsere Hündin am Abend zunächst unruhig. Am nächsten Morgen spuckte sie bereits Blut", berichtete die Leserin. Sofort seien sie mit der Hündin zum Tierarzt. Hier sei festgestellt worden, dass die Hündin einen Köder mit Rasierklingen gefressen habe musste, berichtete die Leserin. Die Hündin habe von ihren Leiden erlöst werden müssen, so die Leserin. Zudem berichtete sie von einem weiteren Fall, ebenso im Neustädter Feld, von dem sie erfahren habe. Hier habe eine Hundehalterin Fotos von Würstchenstücken mit Nägeln in sozialen Netzwerken gepostet, die ähnlich denen im jüngsten Fall von Stadtfeld-West im Bereich der Kritzmannstraße ausgelegt worden seien.

Gudrun Müller, Vorsitzende des Tierschutzvereins Magdeburg, hat die jüngste Veröffentlichung über die ausgelegten Köder verfolgt. Sie zeigt sich fassungslos. „Das ist eine ganz große Schweinerei“, sagte sie. Sie appellierte an alle Tierhalter, die Augen offen zu halten, um möglichst dem Täter das Handwerk legen zu können. Bereits in der Vergangenheit habe es immer mal wieder Fälle gegeben, in denen präparierte Köder ausgelegt worden seien. Von weiteren aktuellen Fällen habe sie bislang aber noch nichts gehört.