Pandemie

Problemfall Schule: dutzende Einrichtungen in Magdeburg von Corona betroffen

In Magdeburg steigt die Zahl der Corona-Neu-Infektionen seit zwei Tagen wieder deutlich an. Schwerpunkt sind auch Schulen. Mehr als 40 Einrichtungen sind betroffen.

Von Anja Guse
Eine Schülerin träufelt eine Lösung nach einem selbst durchgeführten Corona-Test auf einen SARS-CoV-2-Antigentest. In Magdeburg sind wieder mehr Schulen von Corona betroffen. Foto: dpa

Magdeburg. 84 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus am Dienstag, 62 am Mittwoch - diese Zahlen meldete die Stadt Magdeburg diese Woche. Und diese Zahlen lassen aufhorchen. „Für Magdeburg ist das viel“, erklärte Amtsarzt Dr. Eike Hennig am Mittwoch bei einer Corona-Pressekonferenz. Die Inzidenz liege am 21. April bei 128,81.

Hennig berichtet: „Die Magdeburger stecken sich überwiegend im privaten Bereich und auf der Arbeitsstelle an.“ Aber: Ein deutlicher Schwerpunkt liege nun auch in den Schulen. „Die Schulen sind unser Problem was die Infektionsketten betrifft.“ Die Zahlen hätten sich im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt.

Aktuell seien 43 Magdeburger Schulen von Corona und Quarantäne-Anordnungen betroffen. 779 Schüler seien in Bearbeitung des Gesundheitsamtes, dazu 69 Lehrer.

Grund: In Schulen kommen große Gruppen zusammen. Zudem würde das umfangreiche Testregime mehr Positiv-Fälle rausfiltern.

Für Kontaktpersonen gilt grundsätzlich Quarantäne. Für Prüfungen soll Schülern eine Arbeitsquarantäne ermöglicht werden. Bedeutet: Die Schüler dürfen auf direktem Weg zur Schule, müssen dort eine FFP2-Maske tragen und anschließend unverzüglich wieder nach Hause. „Sie dürfen nicht draußen rumrennen“, so Hennig. Zudem sollen diese Kontaktpersonen täglich getestet werden. Das müsse die Schule organisieren.

Hennig bittet Eltern eindringlich darum, ihre Kinder schon bei leichten Anzeichen einer Infektion nicht in die Schule, sondern schnellstmöglich zu einem PCR-Test zu schicken.