Neustadtladen

Quartiers- und Geschäftsstraßenmanagement wollen Vorzüge der Neustadt im Internet zeigen

Drei junge Frauen, die voller Ideen stecken, wollen mit einer Kampagne die Bewohner der Neustadt animieren den Stadtteil von seiner schönsten Seite zu zeigen. Und das nur in Bildern.

Von Jasmin Teut
Juliane Salt (v.l.), Franziska Müller und Sandra Eichler haben die Kampagne "Neustadt schön hier" auf den Weg gebracht.
Juliane Salt (v.l.), Franziska Müller und Sandra Eichler haben die Kampagne "Neustadt schön hier" auf den Weg gebracht. Foto: Jasmin Teut

Magdeburg - Jeder Stadtteil in Magdeburg hat seine kleinen Problemzonen. Doch oft werden dabei die schönen Ecken vergessen. Genau das will ein Team des Neustadtladens ändern. „Es ist sehr schade, dass schöne Orte oder Menschen im Stadtteil untergehen“, sagt Juliane Salt, Geschäftsstraßenmanagerin. Zusammen mit Franziska Müller und Sandra Eichler des Quartiersmanagements hat sie sich zusammengesetzt und ein Projekt entwickelt, das den Neustädtern die schönen Dinge in ihrem Stadtteil zeigen soll.

Unter dem Namen „Neustadt schön hier“ ist die Kampagne nun gestartet. Und so auch die Webseite, um die es geht. Dort können die Bewohner der Neustadt ihre eigenen Bilder hochladen, um zu zeigen, warum sie den Stadtteil schön finden oder was ihn schöner macht. Die Webseite ist einfach gestaltet, damit jeder ohne viel drumherum sich durchklicken kann. Dafür haben die drei jungen Frauen verschiedene Kategorien angelegt.

Verschiedene Kategorien für Neustadts schönste Seiten

In der ersten Kategorie lassen sich Bilder der schönsten Orte finden. Zum Beispiel der Spielwiese in der Neuen Neustadt. Dann gibt es auch noch die schönsten Menschen. Damit ist allerdings nicht unbedingt das Aussehen gemeint. Dort kann zum Beispiel ein Foto vom Wirt der Lieblingskneipe hochgeladen werden oder andere Akteure, die einem den Tag versüßen. „Das kann auch der Nachbar sein, der immer das Paket annimmt“, sagt Franziska Müller. Ein weiterer Bereich sind schöne Momente, wie das Stadtteilfest oder auch Konzerte. Und bei den schönsten Dingen der Neustadt lassen sich beispielsweise gebastelte Osterdekorationen finden oder Bilder von Blumenampeln, die den Stadtteil bunter machen.

„Schön ist ein dehnbarer Begriff“, sagt Juliane Salt. Jeder empfinde etwas anderes als schön. Darum soll es mit dem Projekt auch gehen, denn gerade die Vielfältigkeit der Neustadt soll so gezeigt werden.

Abgesehen von ein paar Informationen zum Bild, was zu sehen ist, wo es aufgenommen wurde und wer es gemacht hat, ist kein Text zu finden. Das war auch bewusst so entschieden worden. „Ob ich mir einen Text durchlese über das Stadtteilfest oder mir die Bilder anschaue. Die Fotos haben eine ganz andere Wirkung“, sagt Müller. Per Kontaktformular auf der Webseite können so ganz einfach die Bilder hochgeladen und an das Team geschickt werden. Dadurch wird unter anderem auch vermieden, dass „grenzwertige“ Bilder auf die Seite gelangen. Die Fotos auf der Webseite sollen eine Art Fotoalbum der Neustadt sein und haben einen dokumentarischen Charakter. Oft gibt es einen einseitigen Blick auf die Neustadt, sagt Müller. Mit dem Projekt soll das geändert werden. Aber das sei nur mit der Beteiligung der Neustädter möglich. Denn sie sorgen mit ihren schönsten Fotos für Leben auf der Internetseite.

Durch diese Aktion können auch Diskussionen entstehen, über Ecken, die vielleicht nicht so schön sind und verbessert werden können, erklärt das Team. Im Stadtteil gibt es schon einige engagierte Neustädter, die ihren Wohnort aufwerten wollen – zum Beispiel mit der sich etablierten Putzaktion. „Oft reicht es auch schon einfach einen Blumenkasten auf die Fensterbank zu stellen“, sagt Müller. Es seien oft die kleinen Dinge, die viel ausmachen können.

„Wir wollen eine Entwicklung anstoßen, doch das ist ein langer Prozess“, sagt die Quartiersmanagerin. Für die Zukunft wünschen sie sich, dass die Neustädter stolz auf ihren Stadtteil sind und sagen können: Wir finden es schön hier.

Die Webseite ist unter www.neustadt-schoen-hier.de zu erreichen.