Magdeburg l Magdeburg muss zusätzliche Kindertagesstätten bauen und planen - und das aus gutem Grund: Die Geburtenrate in der Elbestadt steigt erfreulicherweise. Alle Kliniken melden in diesem Jahr deutlich mehr Geburten. Sogar „Rekorde“ sind mit dabei.

So freute man sich im Marienstift am 2. Dezember über die 1000. Geburt in diesem Jahr. Das sei, so die Klinikleitung, die höchste Geburtenzahl in einem Jahr, die seit der Einrichtung der Geburtshilfestation im Jahr 1999 am Marienstift erreicht wurde. Und das Jahr ist noch nicht vorbei.

Erfreuliche Lage in Frauenklinik

Ähnlich erfreulich sieht die Lage an der „Baby-Front“ in der Universitäts-Frauenklinik aus. Bis zum vergangenen Wochenende haben dort in diesem Jahr bereits 1255 Babys das Licht der Magdeburger Welt erblickt. Davon waren 43 Zwillingsgeburten und sogar eine Drillingsgeburt. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2015 waren es in der Uni-Frauenklinik 1272 Geburten.

Dass diese Zahl in diesem Jahr „geknackt“ wird, ist mehr als wahrscheinlich. Ein Blick in die Statistik erlaubt diese Prognose, denn im Dezember 2015 kamen in der Uni-Frauenklinik noch über 85 Babys zur Welt. Fällt der aktuelle Dezember statistisch ähnlich aus, dann werden es in der Uni-Frauenklinik über 1300 Geburten. Übrigens: Der Dezember und der Februar sind traditionell die geburtenschwächsten Monate des Jahres, am meisten Babys kommen im Juli zur Welt.

Klinikum Magdeburg ist Nummer eins

Die Nummer eins der Geburtenstatistik in Magdeburg ist in diesem Jahr das Klinikum Magdeburg. Und die Klinik ist wohl auch nicht mehr „einzuholen“. Wie Pressesprecherin Heike Gabriel meldet, kamen bis zum 9. Dezember, 12 Uhr, im Klinikum in Olvenstedt 1400 Babys zur Welt. Davon sind 747 Jungen und 653 Mädchen und es können 37 Zwillingspärchen aufgelistet werden. Zum Vergleich: 2014 waren es am Klinikum Magdeburg insgesamt 1152 Geburten und 2015 dann 1261. In beiden Jahren waren die Jungs leicht in der Überzahl.

Die in den drei Kliniken zusammen in diesem Jahr bereits geborenen 3655 Babys sind natürlich nicht alle „waschechte“ Magdeburger Kinder. Viele Frauen kommen aus dem Umland, um in den Kliniken der Landeshauptstadt ihre Kinder zur Welt zu bringen. Rein rechnerisch sind es in diesem Jahr bis Oktober 1651 Kinder, deren Eltern nicht ihren Hauptwohnsitz in Magdeburg haben und in den Umlandkreisen wohnen.

Amt für Statistik ermittelt Geburtenzahl

Das geht aus den Monatsheften des Amtes für Statistik der Stadt Magdeburg hervor. Denn die Geburtenrate ist dort immer ein wichtiges Thema. Jeden Monat werden die Neumagdeburger Babys aufgelistet, in der Statistik heißen sie im schönen, etwas unterkühlten Amtsdeutsch „Lebendgeborene“. So wurden für den vergangenen Oktober 222 Lebendgeborene gezählt, im vergangenen September waren es 242. Insgesamt listet die Stadt für 2016 (Stand 31. Oktober) 2014 neugeborene Magdeburger Babys auf.

Und wenn der sprichwörtliche Storch im November und Dezember noch ordentlich seine Kreise über der Landeshauptstadt gedreht hat, könnten es in diesem Jahr mehr Babys werden als 2015. In dem Jahr lag die Geburtenzahl bei 2174 Magdeburger Babys. Bedenkt man, dass im November und Dezember 2015 noch 202 Magdeburger Babys geboren wurden und rechnet diese Zahl für die letzten beiden Monate dieses Jahres „hoch“, könnte Magdeburg 2016 um mehr als 2200 Babys wachsen. Das ist allerdings erst einmal reine Spekulation.