Magdeburg l Das Jahrhunderthochwasser wirkt auch fünf Jahre nach seinen Fluten immer noch nach. Bauleute rückten im Rotehornpark an, um eine weitere Strecke der Parkwege hochwassersicher zu machen. Im nördlichen und östlichen Teil der Parks ist das bereits geschehen, jetzt ist der Niemeyerweg Richtung Südspitze des Werders an der Reihe. Federführend ist dabei der Eigenbetrieb Stadtgärten und Friedhöfe.

Die Bauarbeiten stehen tatsächlich noch im Zusammenhang mit dem Hochwasser von vor fünf Jahren, erklärt Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra. Anders als nach früheren Hochwasser-Überflutungen habe sich die Stadt auch für den Niemeyerweg entschieden, den Weg nicht mehr mit Schotter zu befestigen, sondern eine feste Bitumenschicht auftragen zu lassen, die von einem hochwassersicheren Unterbau getragen wird. Diese Verfahrensweise wurde bereits bei anderen Wegen im Stadtpark und jüngst auch im Klosterbergegarten angewendet.

Die stärkere Befestigung der Wege ist zwar teurer und aufwendiger – im Klosterbergegarten haben 2,2 Kilometer Weg rund 850 000 Euro gekostet –, dafür aber hochwassersicher. Die Fluten können wieder ablaufen, der Bitumenweg bleibt bestehen. Früher sind Kies und Schotter immer vom Hochwasser der Elbe weggespült worden. Für die Baukosten konnten Mittel aus dem Aufbauhilfefonds beantragt werden, der von Land und Bund nach dem Hochwasser 2013 aufgelegt worden war. Die genaue Höhe der Kosten soll noch bekanntgegeben werden.

Bilder

Genügend Platz für Hunde

Sollen die eigentlichen Bauarbeiten am erst 17. Juli beginnen, so wurde die sogenannte „Baufreiheit“ bereits geschaffen. Der Weg wurde eingezäunt, darf folglich nicht mehr von Parkbesuchern genutzt werden. Die Bauleute haben damit begonnen, Abfallbehälter und Parkbänke abzubauen, auch wurde besagte größere Wiesenfläche gleich neben der Sternbrücke eingezäunt. Dort werden Baustoffe, Bauschutt und Baumaschinen gelagert. Für die Hundefreunde, die die Wiese zum Spielen mit ihren vierbeinigen Freunden nutzen, bleibt trotzdem noch genug Platz.

Baustellen im Stadtpark Magdeburg

Magdeburg (mp) l Großbaustelle Stadtpark. Die im Zuge der Schäden in Folge des Hochwassers des Sommers 2013 notwendigen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen in Magdeburgs grüner Lunge sind bereits angelaufen. Weitere kündigen sich an.

  • Das Bootshaus des USC Magdeburg am Niemeyerweg ist bereits abgerissen worden. Ein Ersatzneubau ist hier geplant. Foto: Marco Papritz

    Das Bootshaus des USC Magdeburg am Niemeyerweg ist bereits abgerissen worden. Ein Ersatzneubau is...

  • Stillstand im Fall „Jägerhütte“: Seitdem das einstige Ausflugslokal 2006 teilweise ausgebrannt war, lässt eine Wiederbelebung auf sich warten. Die Stadtverwaltung  befürwortet einen Abriss. Von Marco Papritz

    Stillstand im Fall „Jägerhütte“: Seitdem das einstige Ausflugslokal 2006 ...

  • Pläne zur Fortschreibung eines Plans zur Entwicklung der Rotehorninsel sahen ein Ende des Schotterparkplatzes am Heinrich-Heine-Weg vor. Der Bauausschuss lehnte ab. Ab Oktober sind die Parkplätze zwischen Stadthalle und Le Frog und an der Hyparschale kostenpflichtig. Foto: Marco Papritz

    Pläne zur Fortschreibung eines Plans zur Entwicklung der Rotehorninsel sahen ein Ende des Sc...

  • Am Bootshaus von Lokomotive Magdeburg entsteht an der Alten Elbe ein neuer Anlegesteg.  Foto: Marco Papritz

    Am Bootshaus von Lokomotive Magdeburg entsteht an der Alten Elbe ein neuer Anlegesteg. Foto: Mar...

  • Die Laaß- und Graalsbrücke an der Tauben Elbe im südlichen Teil des Parks werden in zwei Bauphasen instandgesetzt. Voraussichtlich Ende des Monats werden sie freigegeben.
Foto: Marco Papritz

    Die Laaß- und Graalsbrücke an der Tauben Elbe im südlichen Teil des Parks werden i...

  • Zu den Arbeiten im Bereich der Brücke am Seilerweg über einen Arm des Adolf-Mittag-Sees gehört auch eine Neugestaltung der Böschung. Foto: Marco Papritz

    Zu den Arbeiten im Bereich der Brücke am Seilerweg über einen Arm des Adolf-Mittag-Sees...

  • Zu den Arbeiten im Bereich der Brücke am Seilerweg über einen Arm des Adolf-Mittag-Sees gehört auch eine Neugestaltung der Böschung. Foto: Marco Papritz

    Zu den Arbeiten im Bereich der Brücke am Seilerweg über einen Arm des Adolf-Mittag-Sees...

  • Der Ersatzneubau des Funktionsgebäudes samt der Sportgaststätte „Seilerweisen“ zieht sich hin. Die Anlage kann seit dem Hochwasser 2013 nicht mehr vollumfänglich genutzt werden. Baubeginn ist das erste Quartal 2017. Foto: Marco Papritz

    Der Ersatzneubau des Funktionsgebäudes samt der Sportgaststätte „Seilerweisen&#x...

  • Durch das Hochwasser vor drei Jahren haben sich Tonnen von Schlamm im Adolf-Mittag-See angesammelt. Der Zustand des Gewässers ist gefährdet, es muss ausgebaggert werden. Foto: Marco Papritz

    Durch das Hochwasser vor drei Jahren haben sich Tonnen von Schlamm im Adolf-Mittag-See angesammel...

  • Aufgrund des niedrigen Wasserstandes kann die Taube Elbe vom Adolf-Mittag-See aus nicht mit Booten befahren werden.  Foto: Marco Papritz

    Aufgrund des niedrigen Wasserstandes kann die Taube Elbe vom Adolf-Mittag-See aus nicht mit Boote...

  • Arbeiter sind auch im und am Bootshaus des Post SV im Gange. Foto: Marco Papritz

    Arbeiter sind auch im und am Bootshaus des Post SV im Gange. Foto: Marco Papritz

  • Verfallsobjekt Hyparschale: Eine Unternehmerin will sich dem Baudenkmal annehmen. Zuletzt gab es Unklarheit mit der Stadt über Fristen zur Vorlage von Umsetzungs- und Finanzierungskonzepten. Foto: Marco Papritz

    Verfallsobjekt Hyparschale: Eine Unternehmerin will sich dem Baudenkmal annehmen. Zuletzt gab es ...

  • Die Laaß- und Graalsbrücke an der Tauben Elbe im südlichen Teil des Parks werden in zwei Bauphasen instandgesetzt. Voraussichtlich Ende des Monats werden sie freigegeben. Foto: Marco Papritz

    Die Laaß- und Graalsbrücke an der Tauben Elbe im südlichen Teil des Parks werden i...

  • Das Haus der Athleten ist bereits entkernt und für den Abriss freigegeben, um Platz für einen Neubau zu machen. Foto: Marco Papritz

    Das Haus der Athleten ist bereits entkernt und für den Abriss freigegeben, um Platz für...

Wie lange die Bauarbeiten dauern werden, soll heute während einer großen Baubesprechung endgültig geklärt werden, kündigt Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra an. Dann wollen das Rathaus und die Stadtverwaltung das Projekt auch einer breiten Öffentlichkeit näher erläutern.

Die Arbeiten fügen sich in die Gesamtsanierung des Wegesystems Richtung Südspitze des Werders ein. Bereits 2016 wurde die Laaßbrücke, sie ist die Überführung zwischen Niemeyerweg und Seilerweg, saniert. Auch die Brücke hatte unter dem Jahrhunderthochwasser gelitten und musste aufwendig instand gesetzt und hochwassersicher gemacht werden.