Das Testzentrum und der Ablauf

Eingerichtet ist das Schnelltestzentrum im Stadtteiltreff Oase in der Pablo-Neruda-Straße 11 im Norden der Stadt. Zunächst ohne vorherige Anmeldung können sich Einwohner der Landeshauptstadt, aber auch Nicht-Magdeburger aus dem Umland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

Das Testzentrum ist wochentags in der Zeit von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Perspektivisch soll eine Anmeldung über die Internetseite des Universitätsklinikums Magdeburg über www.med.uni-magdeburg.de möglich sein, um längere Wartezeiten zu vermeiden. An dieser Online-Terminvergabe wird derzeit noch gearbeitet.

Nach der Anmeldung vor Ort geht es in einen Testraum, wo zunächst ein Abstrich mittels eines Stäbchen-Schnelltests im Nasenraum genommen wird. Danach wird der neue Speicheltest durchgeführt, für den die Testpersonen lediglich in ein Röhrchen spucken müssen.

Nach den beiden Tests geht es in einen Wartebereich außerhalb des Testzentrums. Nach 10 bis 15 Minuten erhalten die Getesteten ihr Ergebnis. Bei einem positiven Schnelltest erfolgt ein klassischer PCR-Test, um das Ergebnis zu bestätigen. Auch dieser wird direkt vor Ort in die Wege geleitet. Bei einer Bestätigung des positiven Ergebnisses wird das Gesundheitsamt informiert.

Die Testaktion des Uniklinikums ist auf vier Wochen ausgelegt. Die Uniklinik führt die Tests durch, die Landeshauptstadt Magdeburg stellt die Räumlichkeiten, das Land Sachsen-Anhalt die finanziellen Mittel.

Magdeburg l Wie schon im Dezember 2020 auf dem Alten Markt hat das Universitätsklinikum erneut ein Schnelltestzentrum eingerichtet. Am Dienstag, 12. Januar 2021, wurde es im Stadtteiltreff Oase im Norden der Stadt eröffnet. Hier können sich Magdeburger, aber auch Interessierte aus dem Umland, kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Ziel der Aktion ist, unerkannte Infizierte herauszufinden, bevor sie andere anstecken können, so der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Prof. Hans-Jochen Heinze.

Zum Einsatz kommt wie schon bei der ersten Aktion ein Stäbchen-Schnelltest, mit dem ein Abstrich in der Nase genommen wird. Bei einem positiven Schnelltest erfolgt vor Ort ein klassischer PCR-Test, um das Ergebnis zu bestätigen.

Neuer Test wird überprüft

Parallel zum Stäbchentest wird ein Speicheltest durchgeführt. Der Test stammt aus Südkorea und wird vom Serumwerk Bernburg vertrieben. Die auf vier Wochen ausgelegte Testaktion der Uniklinik wird genutzt, die Genauigkeit des Speicheltests wissenschaftlich zu überprüfen. Zunächst sind 1000 Tests vorgesehen. „Der Speicheltest ist in Deutschland zugelassen und verifiziert, aber noch nicht so bekannt. Wir wollen die Testaktion nutzen, eine Bestätigung der Zuverlässigkeit des Tests einzuholen“, sagt Bernhard Zinner, Geschäftsführer des Serumwerks. Der Test habe eine hohe Sicherheit von mehr als 94 Prozent.

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Die Anwendung ist simpel: Die Testperson sammelt für einige Sekunden Speichel im Mund und gibt diesen in ein Röhrchen. Dann wird noch eine Lösung dazugegeben, geschüttelt und ein Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Nach etwa zehn Minuten steht das Ergebnis fest. Wichtig dabei ist, dass die Testperson 30 Minuten vor dem Test nichts gegessen und getrunken hat.

Erste Einsätze in Altenheimen

Der Test ist Ende 2020 in Zusammenarbeit mit dem Salzlandkreis bereits in Alten- und Pflegeheimen zum Einsatz gekommen. Erste Rückmeldungen aus Einrichtungen, die das Spuck-Testverfahren schon praktisch kennengelernt haben, hätten eine enorme Erleichterung der Tests ergeben, hieß es vom Salzlandkreis.

Darauf setzt auch Bernhard Zinner. Durch die einfache Anwendung könne der Test beispielsweise in Heimen, Schulen und Kitas eingesetzt werden. Aktuell ist er nur für den Einsatz durch medizinisches Personal vorgesehen. Prof. Heinze vom Uniklinikum geht davon aus, dass nach etwa einer Woche erste Aussagen zur Zuverlässigkeit des Tests gemacht werden könnten.